Im Vordergrund standen bei der jährlichen Frühjahrsversammlung des Singvogel-Schutzvereins Förtschwind wie in jedem Jahr die Ehrungen der langjährigen Mitglieder (siehe Infobox). Die insgesamt etwa 160 Mitglieder des Vereins verbindet eines: Die Liebe zur Natur und das Bedürfnis, die Singvögel in der Region zu schützen.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden in jeder Saison unterschiedliche Aktionen durchgeführt. "Zum Einen kümmern wir uns um die Pflege und die Reinigung der Nistkästen", berichtet Vereinsvorsitzender Stefan Arneth. Beim Reinigen komme es auch schon einmal vor, dass es sich statt Vögeln Hasel- oder Fledermäuse in den Nistkästen bequem gemacht haben. Außerdem werden im Winter Futterstellen eingerichtet, um den Vögeln die Futtersuche in der kalten Jahreszeit zu erleichtern.


Höhepunkt an Himmelfahrt

Als Höhepunkt im Vereinsleben gilt aber gemeinhin die Vogelstimmenwanderung, die jedes Jahr an Christi Himmelfahrt stattfindet. Um 6 Uhr am Morgen machen sich die Vogelfreunde dann auf den Weg, um den ersten zarten Liedern der Tiere zu lauschen. Dabei kann es gut sein, dass sie in diesem Frühjahr
auch auf den Vogel des Jahres 2016 treffen - den Stieglitz. Denn: "Zu übersehen ist dieser bunte, farbenprächtige Vogel kaum", so Arneth. Der Stieglitz, dessen Bestand in den letzten Jahrzehnten aufgrund des landschaftlichen Strukturverlustes stetig abgenommen hat, soll als Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen fungieren. "Um dem Stieglitz eine Heimat geben zu können, ist es wichtig, die wilde Natur auch einmal gewähren und einige Gartenecken unbelassen gedeihen zu lassen", rät Arneth.
Larissa Händel