Arthur Stollberger

Thomas Schreiner vom Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen war in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Nüdlingen gern gesehener Gast. Er hat der Gemeinde was mitgebracht. Ein Angebot. Genauer gesagt ein Angebot für zwei Defibrillatoren.
Schreiner hatte Gelegenheit, den Gemeinderäten zu erklären, welche lebensrettende Bedeutung "Defis" haben und wies darauf hin, dass sich bereits viele Gemeinden dazu entschlossen hätten, solche Geräte in ihren Orten an öffentlich zugänglichen Stellen zu installieren. Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) erinnerte daran, dass der Gemeinderat bei seinen Beratungen über den Haushalt 2016 die finanziellen Mittel für eine solche Maßnahme eingestellt habe.


Und was kostet das?

Die Kosten für die zwei vorgesehenen Defibrillatoren belaufen sich brutto auf 8450 Euro. Hinzu kommt ein monatlicher Betrag für Service-Leistungen in Höhe von 47,60 Euro. Thomas Schreiner erläuterte auch die wichtigsten Funktionen eines Defis: Wenn man den Schrank, in dem sich das Gerät befindet, öffnet, baut sich automatisch ein Notruf zur Rettungsleitstelle Schweinfurt auf. Über eine Freisprecheinrichtung werden zum Beispiel Maßnahmen zur Reanimation unterstützt. In einem "Defi-Schrank" befinden sich viele Dinge, die bei der Rettung von Personen benötigt werden. Zudem wird ein Notarzt-Fahrzeug "hingelotst".


Standorte gefunden

"Ich finde, das ist eine äußerst vernünftige Geschichte", kommentierte der Bürgermeister die Erläuterungen. Die Standortfrage sei bereits geprüft worden. In Nüdlingen sei der Vorraum des Rathauses der ideale Standort. In Haard habe man sich für den zentral gelegenen Berthold-Hehn-Platz entschieden.
Es werde auch eine Einweisung für Bürger geben. Vorgesehen ist, dass bereits im Rahmen des Fläär-Festes an diesem Wochenende die "Defis" zur Verfügung gestellt werden. Der Gemeinderat billigte am Ende einstimmig den Kauf der beiden Geräte und nahm das Service-Angebot an.