Im Frühjahr gelangten die Tettauer Passionsspiele zur Aufführung. Vom Erlös finanzierten die Teilnehmer nun einen dringend benötigten Defibrillator für die Ersthelfer im Markt Tettau.
Ein 70-köpfiges Ensemble brachte Anfang März die Leidensgeschichte Jesu mit Schauspiel, Gesang und Musik auf die Bühne der Tettauer Festhalle. Veranstalter war die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Tettau, unterstützt vom Singkreis Tettau sowie vielen Frauen und Männern aus der Rennsteigregion. Als Vorlage diente das Skript von 2001 aus der Feder der damaligen Intendantin Erika Hämel und des damaligen Tettauer Pfarrers Bernhard Nikitka. Die Tettauer Neuinszenierung der Passionsspiele zog die anwesenden Zuschauer in insgesamt fünf Aufführungen in den Bann. Den steinigen Weg des Leidens und Sterbens Jesu präsentierten die 70 Mitwirkenden - allen voran Jörg Schrepfer in der tragenden Rolle des Jesus Christus - tatsächlich auf solch eindringende Art und Weise, dass man meinte, Teil der Handlung zu sein.


Der Erlös wird geteilt

Der Chor unter Leitung von Anja Knabner berührte mit emotionalem, eindringlichem, klangsauberem Gesang in schöner Harmonie. Im Publikum wurde geweint und mitgelitten, am Ende gelacht, gejubelt und mitgesungen.
Auch die Mitwirkenden lassen die Passionsspiele seit den Aufführungen nicht mehr los. Monatlich trifft man sich nun zum Passionsspiel-Stammtisch, um über die erlebten Eindrücke zu sprechen. Einig war man sich auch sofort darüber, den Erfolg zu teilen. So entschlossen sich die Teilnehmer zum Kauf eines dringend benötigten Defibrillators für die Ersthelfer im Markt Tettau. Zum Stammtischtreffen konnte nun das Gerät von Lydia Müller, die nach zehnjähriger Festspielpause die Gesamtleitung übernommen hatte, an Sandra Kühnlenz und Martin Haußner vom BRK überreicht werden. Es handelt sich dabei um ein medizinisches Gerät, das durch Stromstöße Herzrhythmusstörungen beenden kann. Die Tettauer Ersthelfer können damit Notfallpatienten mit akuten Herzproblemen kurzfristig helfen. hs