von unserem Mitarbeiter Manuel Beck

Selbitz — Im Duell mit dem letztjährigen Bayernliga-Absteiger aus Selbitz bot die U23 des VfL Frohnlach nur in den ersten 45 Minuten entsprechend Paroli, bevor der Druck der immer stärker werdenden Hausherren zu groß wurde und sich die Bayernliga-Reserve verdient mit 0:2 geschlagen geben musste.
Dabei war es im zweiten Abschnitt des vor 173 Zuschauern ausgetragenen Oberfranken-Derbys vor allem die individuelle Klasse des 30-jährigen Routiniers Bächer im Sturmzentrum der Gastgeber, die für den Unterschied zweier Teams sorgte.

Defensiver als sonst üblich

Insbesondere die in der Startelf gegenüber der 3:7-Pleite im Nachbarschaftsvergleich mit dem SV Friesen auf drei Positionen veränderten Schützlinge von Coach Oliver Müller agierten so von Beginn an wesentlich tief stehender als gewohnt.
Die Truppe von Trainer Markus Häßler präsentierte sich auch schon vor dem Seitenwechsel als weitestgehend feldüberlegen. In Zählbares in Form von Toren konnten die Hochfranken diesen augenscheinlichen Vorteil jedoch nicht ummünzen. Pöche, der bereits nach vier Zeige rumdrehungen für etwas Torgefahr mit einem Kopfball sorgte, musste in der 29. Minute ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzungsbedingt den Platz verlassen.

Nach der Pause völlig überfordert

Die Selbitzer erhöhten nach der Pause das Tempo. Ein tückischer Keilwerth-Freistoß sowie ein Winter-Schussversuch waren daraus die ersten ernst zu nehmenden Resultate.
In beiden Fällen zeichnete sich jedoch der erst 17-jährige VfL-Keeper Krug aus, der an diesem Nachmittag ein viel versprechendes Landesliga-Debüt feierte und sich so mit starken Paraden gegen Sturmführer Bächer (64.), "Joker" Schütz (70.) und Mittelfeldmotor Rietsch (83.) zum mit Abstand besten Frohnlacher des zweiten Abschnitts aufschwang.
Allerdings war auch er machtlos, als Bächer in der 53. Spielminute die Vorarbeit für den auf Linksaußen kaum zu bremsenden Elbl leistete (1:0). Auch nachdem Rietsch neun Zeige rumdrehungen später unbedrängt auf Bächer flanken konnte und der langjährige SpVgg-Goalgetter beim daraufhin folgenden Kopfball erneut seine ganze Klasse aufblitzen ließ, war der im Sommer aus dem Bayernliga-Nachwuchs des SV Memmelsdorf gekommene Rödentaler wiederum ohne Chance.
Auch weil die Youngster des VfL in der Offensive außer einem schönen Spielzug über Graf und Werner mit anschließender Rebhan-Flanke, die keinen Abnehmer fand (53.), sowie einem abgefälschten Werner-Schuss (84.), der den Kasten der Hausherren knapp verfehlte, nichts zu Stande brachten, war die Auseinandersetzung nach dem Doppelschlag der Gastgeber früh zu Gunsten des Tabellenvierten entschieden.