Küps — Die Küpser Porzellanbörse hat sich in der Kenner- und Liebhaberszene etabliert, konnte die Vorsitzende der Frauen-Union Küps, Ursula Eberle-Berlips, zufrieden bilanzieren. Aus ganz Nordbayern und Thüringen kamen Anbieter und Käufer von Porzellan nach Küps.
Das Besondere dabei sind jedoch die persönlichen Begegnungen. Magdalena Porzel aus Schneckenlohe und ihre Tochter Sonja Schmidt kamen mit einem prächtigen Pokal aus dem Hause Lindner und baten den Küpser Maler Dieter Backert um Begutachtung. Der erkannte an der goldenen "8" auf dem Boden des Pokals, dass es sich um ein Werk des Küpser Porzellanmalers Wolfgang Gernlein handelte. Kurz darauf stattete dieser zusammen mit seinem Freund, dem ebenfalls pensionierten Porzellanmaler Winfried Kraus, der Porzellanbörse einen Besuch ab. Mit sichtlichem Stolz betrachtete Gernlein sein Werk, das aus dem Jahr 1975 stammen müsste. "Da hat man schon eine ruhige Hand gebraucht", erklärte er. Die Goldverzierungen seien 24-karätig, die genaue Zusammensetzung sei natürlich ein Geheimnis der Firma Lindner gewesen. "Das Gold war durch die zugemischten Bestandteile ganz schwarz, erst beim Brennen sind die dunklen Substanzen verschwunden und das strahlende Gold war das Ergebnis", erläuterte Gernlein den interessierten Zuhörern.
Porzellankönigin Simone Schick lobte die Börse: "Porzellan hat Hunderten von Familien Lohn und Brot gegeben und die Geschichte von Küps und Oberfranken geprägt. Es ist gut, dass durch das Engagement der Frauen-Union die Porzellanhistorie nicht in Vergessenheit gerät." Das Lob der Vorsitzenden Eberle-Berlips galt dem starken Team, das die aufwändige Vorarbeit sowie die Bewirtung ehrenamtlich übernommen hat, allen voran Hauptorganisatorin Monika Fischer.
Im kommenden Jahr wird die Börse am 12. November stattfinden. red