Kulmbach — Schon vor einigen Jahren war über den Ausbau der B 85 heftig diskutiert worden. Die Pläne waren dann aber auch in Folge eines heftigen Protests von Anwohnern fallen gelassen worden. Jetzt fordert die IHK erneut den Ausbau der Bundesstraße zwischen Kulmbach und der A 70.
Wie der stellvertretende IHG-Vorsitzende und Sprecher des Industrie- und Handelsgremiums Kulmbach, Michael Möschel, erklärt, sei eine optimale Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz für die gesamte Region von großer Bedeutung. Stadt und Landkreis Kulmbach stünden im unmittelbaren Wettbewerb mit anderen Regionen, wenn es um gewerbliche Investitionen und um die Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen oder den Zuzug neuer Einwohner gehe. Eine optimale Anbindung wäre zudem ein Plus für die Logistik der Unternehmen, die ihre Produkte oft weltweit vermarkten müssten.
Auch die Stadt Kulmbach hat die Planungen wieder aufgenommen. Der Stadtrat hat sich Ende 2014 mit einem maßvollen Ausbau ab der Brücke über die Fröbelstraße und dem Eulenhof befasst.

Das plant das Bauamt

Das Staatliche Bauamt Bayreuth will, wie Planer Berthold Hübner erklärt hat, auf der Strecke das Gefahrenpotenzial minimieren, denn nicht selten werden auf der zweispurigen Straße waghalsige Überholmanöver gestartet. Das Amt hat zunächst zwei Ausbau-Pläne in der Schublade. Der eine Abschnitt sieht den Überholmöglichkeit vom Ortsausgang von Kulmbach bis Forstlahm vor. Das Projekt befindet sich im Planfeststellungsverfahren.

900 Meter lang

Eine weitere Überholspur soll zwischen der Autobahn-Anschlussstelle bei Unterbrücklein und Schwingen geschaffen werden. Hier will das Staatliche Bauamt die Bundesstraße um eine 900 Meter lange Überholspur in Richtung Kulmbach erweitern. hn