Bei den Haushaltsberatungen am 17. Dezember 2015 beschloss die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Trebgast einstimmig, sich im Rahmen des vom Bund aufgelegten Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) mit zwei Projekten zu bewerben: Die energetische Sanierung und die Barrierefreiheit des Rathauses. Jetzt stellte Architekt Karl-Heinz Greim der Versammlung im Rathaus die ersten Planungen für diese beiden Projekte vor. Gemeinschaftsvorsitzender, Bürgermeister Günther Hübner (Harsdorf), betonte, dass die Planung unter dem Vorbehalt der derzeit laufenden Bewerbung steht, die bis zum 15. Februar 2016 bei der Regierung von Oberfranken eingereicht werden musste.
Die Sanierung des Gebäudes sieht demnach den Einbau einer neuen Heizungsanlage, von neuen Fenstern aus Kunststoff, und einer teilweisen Deckendämmung vor.


Lift statt Rampe

Die bisher vorhandene Rampe für Rollstuhlfahrer an der Nordseite des Rathauses soll an dieser Stelle durch einen Außen-Hebelift ersetzt werden. Durch die beabsichtigte Verlegung eines Stromkastens wird ein gerader, ebenerdiger Zugang zum Lift möglich, der die Besucher dann ins Erdgeschoss führt. Eine vorläufige Kostenschätzung geht von 190 000 Euro aus. Die Förderquote beträgt 90 Prozent. Alternativ soll kostenmäßig noch geprüft werden, ob eine Verlängerung des Liftes bis in das erste Stockwerk erfolgen soll. Die Entscheidung darüber wird in der Sommersitzung getroffen.
"Wichtig war für mich, dass wir eine Lösung finden, bei der alle vorhandenen Parkplätze erhalten werden können", erklärte der Gemeinschaftsvorsitzende. "Alle anderen Möglichkeiten an anderen Stellen am und im Haus - eine neue Rampe mit einer zulässigen Steigung von sechs Grad, und ein Innenaufzug - hätten massive Auswirkungen auf die Parkplatzsituation."
Der Architekt wird jetzt die Planungen vervollständigen, damit der Zuschussantrag gestellt werden kann. Erst nach Erteilung des Bewilligungsbescheides kann mit den Maßnahmen begonnen werden. "Bis zum Spätsommer wird das Vorhaben so weit vorangetrieben, dass 2017 gebaut werden kann", hat sich Günther Hübner vorgenommen. Die Teilnahme am Programm setzt voraus, dass alle geförderten Maßnahmen bis zum 31. Dezember 2018 vollständig abgenommen werden müssen. Der VG-Betrieb kann während der Baumaßnahmen aufrechterhalten bleiben.


Information für Gemeinderäte

Noch etwas ist Günther Hübner wichtig: "Die drei Gemeindegremien sind zwar nicht direkt betroffen. Aufgrund der Größenordnung wollen wir aber im Zuge einer guten Zusammenarbeit die Gemeinderäte mit einbinden und ihnen den jeweiligen Planungsstand zur Kenntnis geben."
Die übrigen Punkte der Versammlung: Der örtliche Rechnungsprüfungsbericht zeigte keine Beanstandungen. Beschlossen wurde, sich bei der Vergabe der Stromlieferung der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages anzuschließen, die von der Firma Kubus vorbereitet wird.
Hübner gab außerdem bekannt, dass die VG Trebgast die Gemeinde Ködnitz mit einer Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 unterstützt. Wegen des Brückentages bleibe die VG-Geschäftsstelle in Trebgast am Freitag, 27. Mai, geschlossen.