Im Rahmen ihrer Ausbildung trafen sich die Jugendfischer des Fischerei-Vereins Aisch zum Thema "Fische schlachten" im Vereinsheim. Nach einer Einführung in die Messerkunde und die Besonderheiten beim Schlachten von Fischen erfolgte eine praktische Vorführung.
Die Jugendleiter Stefan Schleicher und Karl-Heinz Hasieber demonstrierten die korrekte Reihenfolge und Vorgehensweise: Zuerst muss der Fisch durch einen Schlag auf den Kopf betäubt werden. Hierbei ist auf den Augenreflex zu achten.
Durch einen Kiemenschnitt wird der Fisch getötet und dann blutet der Fisch aus. Der oftmals noch angewandte Herzstich ist nicht immer zuverlässig und deshalb in Bayern nicht erlaubt. Nun folgt das Entschuppen des Tieres. Wichtig ist es, die Arbeitsfläche immer wieder dazwischen zu reinigen, um eine Verunreinigung des Fischfleisches mit Schuppen zu verhindern.
Jetzt folgt das Öffnen der Bauchhöhle vom After (man spricht hier auch manchmal vom Waidloch) zum Kopf. Die Entfernung der Innereien wie die Luftblase und das "Ingreisch" muss äußerst vorsichtig erfolgen, um vor allem die Galle nicht zu beschädigen, da dies zum Verderben des Fisches führen würde.
Die frisch entnommenen Innereien passten genau, denn so konnte zweiter Jugendleiter Karlheinz Hasieber gleich einen Abstecher in die Fischkunde unternehmen. Er machte die interessierten Jugendfischer mit dem Innenleben eines Fisches vertraut und erklärte die Funktionen der verschiedenen Organe. Die jungen Leute erfuhren auch den Unterschied zwischen Rogner und Milchner.
Im Anschluss durften die Jungfischer die Fische küchenfertig zubereiten. Dazu wurden sie der Länge nach halbiert, die Hälften filetiert, und die Filets wurden dann zu Karpfenchips vorbereitet.
Zum krönenden Abschluss des Ausbildungsnachmittags genossen die Jugendfischer die selbst zubereiteten leckeren Karpfenchips zusammen mit den Eltern. Stefan Schleicher