"Ich würde sie sofort wieder heiraten", sagt Alois Firsching. Er feierte am Samstag zusammen mit seiner Frau Marga Firsching geborene Hofmann die goldene Hochzeit. Seine Frau fügt an: "Der Glaube und das Gottvertrauen waren und sind uns bis heute sehr wichtig. Sie schweißen uns zusammen."
Seit 50 Jahren geht das Ehepaar, dem zwei Söhne und vier Enkel geschenkt wurden, gemeinsam durchs Leben. "Wir waren immer zufrieden und haben uns gut verstanden. Mein Mann hat immer großen Wert auf mich gelegt", erklärt Marga Firsching ihrem Mann erneut ihre Liebe. Weil der Glaube sie bisher getragen hat, feierten sie mit Pfarrer Christian Lutz einen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche in Wonfurt, den der Chor des Gesangvereins Eintracht Wonfurt musikalisch gestaltete. Denn immerhin sind Alois und Marga Firsching seit Jahrzehnten im Tenor beziehungsweise Sopran eine wichtige Stütze.
Marga Hofmann wurde am 10. Juni 1947 in Prappach geboren und besuchte nach der Volks- die Hauswirtschaftsschule in Haßfurt und die Haushaltungsschule in Oberzell. Bei einem Tanz der Landjugend im Pfarrsaal in Wonfurt 1964 wollte es der Zufall, dass sie Alois Firsching kennenlernte. Die beiden verliebten sich ineinander und schlossen am 29. April 1967 in Wonfurt den Bund der Ehe.


"Ich bin ein Naturmensch"

Alois Firsching kam am 3. Juni 1937 in Schweinfurt zur Welt und wuchs in Wonfurt auf. Er besuchte nach der Berufsschule auch die Landwirtschafsschule in Haßfurt und die Landvolkshochschule in Münsterschwarzach. Anschließend arbeitete er in der elterlichen Landwirtschaft, in der auch seine Frau tatkräftig mithalf, bis der Betrieb vor 15 Jahren an den Sohn Stefan Firsching übergeben wurde.
"Ich bin ein Naturmensch", betont Alois Firsching, der sich auch heute noch um den Garten kümmert, nach wie vor mit seiner Frau leichte Arbeiten auf dem Hof erledigt und "lieber mit dem Bulldog als mit dem Auto" unterwegs ist. Auch ist er seit 1966 als Feldgeschworener tätig. Das Amt des Ortsobmanns der Zuckerrübenbauer übte er 33 Jahre aus. Sein "Haupthobby" ist das Singen im Chor, das er seit 1959 pflegt; zudem hatte er auch in der Vorstandschaft verschiedene Ämter inne. Früher war er bei der Feuerwehr Wonfurt und als Turner beim damaligen TV Wonfurt aktiv. Eine Zeitlang gehörte er dem Pfarrgemeinderat an und noch heute schließt er jeden Morgen die Kirche für die Öffentlichkeit auf.
Marga Firsching singt seit 1971 im Chor und leitete den Verein als gleichberechtigte Vorsitzende zusammen mit Roswitha Schwarz, bis sie sich vier Jahre als Zweite Vorsitzende und sechs Jahre als Erste Vorsitzende einbrachte. Seit der Gründung des katholischen Frauenbundes 1985 besucht sie regelmäßig die monatlichen Zusammenkünfte; außerdem war sie lange Zeit bei den Turnern des TSV Wonfurt aktiv und gehörte dem Pfarrgemeinderat an. "Meine Enkelkinder sind mein ganzer Stolz", erzählt sie. Marga und Alois Firsching helfen überall, wo sie gebraucht werden, und haben stets ein offenes Haus geführt. "Die Landwirtschaft hat unser Leben geprägt und ich habe es gerne gemacht. Wir hatten trotz der harten Arbeit auch sehr schöne Zeiten", erzählt die Jubilarin, die 1979 mit ihrem Mann ein eigenes Haus errichtet hatte. Zum Jubeltag gratulierte auch Bürgermeister Holger Baunacher. ul