von unserem Mitarbeiter Manuel Beck

Frohnlach — In erster Linie befreit aufspielen können die Kicker des VfL Frohnlach im heutigen Heimspiel, wenn mit der Viktoria aus Aschaffenburg der Primus im Willi-Schillig-Stadion gastiert. Anders als der letztjährige Regionalliga-Absteiger hat die Truppe von Cheftrainer Stefan Braungardt ihr Saisonziel bereits erreicht.
In der Schlussphase des prestigeträchtigen Oberfrankenderbys gegen die SpVgg Bayern Hof deuteten die Mannen um die Doppeltorschützen Firat Güngör und Christos Makrigiannis bereits an, wie gut sie spielen können, wenn der ganz große Druck weg ist.
Dies bestätigte auch Cheftrainer Stefan Braungardt im Gespräch mit Redakteuren, um kurz darauf nachzuschieben, dass es schön wäre, ohne die im Kampf um den Klassenerhalt allgegenwärtige Anspannung in die noch ausstehenden Duelle gehen zu können.
Eine komfortable Situation, die der Haibacher 3:2-Erfolg über die SpVgg Ansbach wenig später tatsächlich ermöglichte. Die Hausherren können sich also voll und ganz auf das Duell mit der Diva vom Schönbusch freuen dürfen. Die haben unter der Leitung von Ex-Bundesligaprofi Slobodan Komljenovic ihre einst launische Art zu Gunsten einer äußerst stabilen Defensive und einer enorm torgefährlichen Offensive ablegt. Der Erfolg: Die Unterfranken eilten seit neun Partien von Sieg zu Sieg. In Frohnlach müssen sie mindestens einen Punkt entführen, um im anstehenden Derby bei eben jener Alemannia ganz sicher mit einem Dreier gleichermaßen endlich die Sektkorken knallen lassen zu dürfen. Angeführt von Goalgetter Florian Pieper, der in dieser Runde schon 21 Mal einnetzte und sich so auch für die Profireserve des TSV 1860 München interessant machte, sowie dessen kongenialen Partnern Björn Schnitzer und Daniele Toch, die ebenfalls bereits 19- respektive 16fach erfolgreich waren, gehen die Kicker des designierten Meisters in jedem Fall als haushoher Favorit in die anstehende Partie. Darüber hinaus sorgen für internationales Flair die afghanischen Nationalspieler Abassin Alikhil und Zamir Daudi, welche im März noch für ihr Land im Einsatz waren, so dass die bevorstehende Begegnung eben auf den Vorabend des morgigen Himmelfahrtsfeiertages verlegt werden musste.
Auch in der Entwicklung der jungen Gastgeber-Mannschaft ist in den vergangenen Wochen eine bemerkenswert positive Entwicklung zu verzeichnen und der Klassenerhalt schon geschafft. Nicht zuletzt deshalb werden Tevin McCullough und Co. auch weiter bis in die Haarspitzen motiviert sein, wenn es darum geht, der Topmannschaft noch einmal ein Bein zu stellen und den Aschaffenburgern die erste Niederlage seit dem 25. Oktober des Vorjahres beizubringen und sich so für die klare 1:3-Hinspielniederlage zu revanchieren!