Zum Fest Kreuzerhöhung fand in Marienroth eine Andacht statt. Dazu hatte der Pfarrgemeinderat Marienroth eingeladen. Circa 55 Männer, Frauen und Kinder zogen, begleitet von den Wickendorfer Musikanten, von der Kirche zum Feldkreuz beim Anwesen Weigelt.
Am Feldkreuz angekommen, konnten sich die Gläubigen beim spätsommerlichen Sonnenuntergang auf die meditativen Texte und Gebete einlassen, so zum Beispiel bei der Frage: In welcher Haltung und mit welchen Gefühlen blicke ich auf das erhöhte Kreuz? Es wurde gebetet für die Kreuze der heutigen Zeit, die die Menschen zu tragen haben, sei es das Kreuz der Ausgebeuteten und Kriegsopfer oder das Kreuz der Opfer von Naturgewalten und aller Not Leidenden. Die Fürbitten wurden im Besonderen für die Menschen gebetet, die nach dem Beispiel des Simon von Cyrene bereit sind zu helfen, das Kreuz des anderen mitzutragen. Das Kreuz solle für die Christen aber nicht nur der Inbegriff allen Leides sein, sondern vielmehr auch Entlastung und Erlösung bedeuten, wurde deutlich. Auch Maria, die am innigsten teilhatte am Kreuz ihres Sohnes, soll uns Vorbild, Trost und Stärke sein. Mit dem Lied "Oh mein Christ lass Gott nur walten" und der Aufforderung "Nimm das Kreuz geduldig an, folge, Jesu geht voran" ging es wieder zurück zur Kirche. Dort beteten die Teilnehmer gemeinsam noch ein Abendgebet.
Mit den einfühlsamen Zeilen des Liedes "Leise sinkt der Abend nieder" klang die abendliche Andacht aus.
Das Fest der Kreuzerhöhung wurde erstmals am 14. September 335, einen Tag nach der Kirchweihe der Grabeskirche in Jerusalem, gefeiert. Dort wurde das Kreuz gezeigt, an dem Christus gestorben war. Es wurde erhöht, damit es viele sehen konnten.
Am kommenden Wochenende feiert Marienroth das Kirchweihfest. Der Gottesdienst mit Erntedankfest findet am Sonntag, 25. September, um 8.30 Uhr statt. red