Manche Menschen werden in ihrem Erdenleben mit sehr viel Glück zum zweiten Mal geboren.
Der damalige Lkw-Fahrer Helmut Welz, der das Fahrzeug nur aushilfsweise gesteuert hatte, kann von sich sagen, dass er dem Tod gleich zweimal von der Schippe gesprungen ist. Er hatte nämlich schon 1945, mit neun Jahren, den einzigen Fliegerangriff auf ein Gebäude in Maroldsweisach überlebt. Er war am Rücken nur wenige Millimeter von Lunge und Wirbelsäule entfernt, verletzt worden. In seiner unmittelbaren Nähe waren dagegen drei Leute ums Leben gekommen. Ein Chirurg in der Eberner Klinik hat den Jungen damals erfolgreich operiert.
Nach einer Operation im Haßfurter Krankenhaus überlebte Helmut Welz auch das schreckliche Unglück in Zeil. Später (1964) übernahm er das elterliche Baugeschäft in Maroldsweisach. Außerdem betätigte er sich jahrzehntelang kommunalpolitisch als Marktgemeinderat und als Kreisrat.
Wenn man ihn heute fragt, verdankt der heute 80-Jährige sein ungewöhnlich großes Glück der Fügung Gottes. LL