"Das ehemalige Franziskanerkloster Forchheim - Eine filmische Spurensuche": so lautet der Titel eines Films, den eine Gruppe geschichtsinteressierter Schüler des Forchheimer Ehrenbürg-Gymnasiums (EGF) aus verschiedenen achten und neunten Klassen erstellte und beim Landeswettbewerb "Erinnerungszeichen" einreichte. Die Mühen haben sich gelohnt, denn der Beitrag wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet, der den Schülern im feierlichen Rahmen im Maximilianeum in München überreicht wurde.
Passend zur Landesausstellung "Napoleon und Bayern" in Ingolstadt im vergangenen Jahr lautete der Titel des Wettbewerbs Erinnerungszeichen 2015/16 "Bayern und Napoleon", bei dem Schüler aller Schularten aus ganz Bayern aufgerufen waren, in ihrer Heimat nach Spuren zu suchen, die die Veränderungen während der napoleonischen Zeit hinterlassen haben.
Die EGF-Schüler unter Leitung der Lehrer Katrin Ditter, Gisela Böhner und Bernd Pillipp beschäftigten sich zunächst mit verschiedenen Orten in und um Forchheim, etwa der Dechant-Reuder-Kapelle auf dem Friedhof oder der Jägersburg, konzentrierten sich für ihr Projekt dann aber auf das ehemalige Franziskanerkloster, das im Zuge der Säkularisierung aufgelöst wurde. Bei ihrer Recherche zur Klostergeschichte nahmen sie Kontakt zu verschiedenen Experten auf und führten Interviews mit ihnen, aus welchen dann der insgesamt 45-minütiger Film entstand.


Interviews und Dreharbeiten

Darin kommen nun der Forchheimer Stadtarchivar Rainer Kestler, der stellvertretende Leiter des Staatsarchivs Bamberg, Klaus Rupprecht, sowie Pater Flavian Michali vom Franziskanerkloster Gößweinstein zu Wort. Neben einer selbst erstellten Spielszene mit Mönchen aus der damaligen Zeit, gedreht im Gewölbe der Kaiserpfalz, befragten die Schüler noch Jochen Saam vom Investor Sontowski und Partner sowie Michael Engelmann, den Ersten Vorsitzenden des Klostervereins St. Anton, zur aktuellen Situation und Umgestaltung des Klosterareals.
In Begleitung des scheidenden Schulleiters Karl Fuchs reiste die erfolgreiche Projektgruppe dann zur Preisverleihung nach München, wo die Schüler neben Urkunden für jeden Teilnehmer das Preisgeld in Höhe von 500 Euro von der Bayerischen Volksstiftung entgegennehmen konnten. red