von unserem Mitarbeiter Alfons Beuerlein

Sand — Mit der Pflicht-Bezuschussung des Caritas-Kindergartenvereins St. Nikolaus befasste sich der Gemeinderat Sand in seiner jüngsten Sitzung. Im Vertrag steht, dass Änderungen der Gebühren durch den Gemeinderat gebilligt werden müssen. Der Vorstand des Kindergartenvereins hatte die Gebührenerhöhung ab dem 1. September beschlossen. Das Gremium segnete diese Erhöhung ab.
Auch in einem anderen Bereich steigen die Gebühren: Der Campingplatz-Ausschuss schlug vor, die Kosten für Kurzzeitcamper auf dem Touristikcampingplatz zu erhöhen. Wie die Sander auf anderen Campingplätzen herausfanden, sind die geplanten Erhöhungen noch moderat. Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) wies noch auf die steigenden Übernachtungszahlen in Sand hin.

Mehr Geld für die Bücherei

Mehr Geld bekommt die Katholische öffentliche Bücherei für 2015, nämlich 1000 Euro. Im Februar 1993 hatte der Gemeinderat der Pfarrbücherei erstmals damals 400 Mark als jährlichen Zuschuss gewährt. Bürgermeister Ruß betonte, dass die Pfarrbücherei das pädagogische Konzept der Grundschule ergänzt. Schulklassen besuchen die Bücherei alle zwei Wochen; die Gebühren sind gering. Die letzte Erhöhung des Zuschusses lag 13 Jahre zurück.
Keine Einwände erhob der Gemeinderat gegen die Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Eltmann zum Sondergebiet "Elt-Auen" (Lebensmittelmarkt). Mittlerweile wurde die Sander Forderung, den durch das Bauen verlorenen Retentionsraum für das Mainhochwasser zu ersetzen, in die Planung eingearbeitet.
Zur Bebauung im Bereich Wörth und Siedlung habe er intensive Gespräche mit verschiedenen Behörden geführt, erklärte Ruß. "Das Ergebnis werde ich mit den Anwohnern demnächst in einer Teilbürgerversammlung diskutieren. Dazu sind auch Behördenvertreter eingeladen."
Vorab beschrieb Ruß dem Gemeinderat schon einmal eine Tendenz. Nach Ansicht von Frank Pilhofer vom Wasserwirtschaftsamt in Bad Kissingen könnte eine Bebauung innerhalb der bebauten Fläche zwischen Seestraße und Zeiler Straße möglich sein. Allerdings brauche man geeignete Retentions flächen. Laut Pilhofer wäre auch die Fläche des früheren Autohauses Geisler bebaubar, wenn das Gelände an die Hochwassersituation angepasst wird. Ein Investor plant, das Grundstück mit Wohnhäusern zu bebauen.
Das Bauen zwischen den Anwesen Geisler und Lehnhard ist aus Behördensicht schwierig, berichtete Ruß, weil diese Flächen im Außenbereich liegen.
Beim Thema Hochwasserschutz für die Gemeinde sind sich Pilhofer und Ruß einig, dass eine Regenrückhaltung auch außerhalb der Mainaue nötig ist.