Der DGB Kreisverband Bad Kissingen hat sich in einer Pressemitteilung noch einmal zur Werkschließung des Schäffler Standortes in Elfershausen geäußert und diese erneut auf das Schärfste kritisiert. Während es in Frankreich aufgrund eines neues Gesetzes Unternehmen erschwert werde, Betriebe einfach aus dem Motiv der Profitmaximierung heraus zu schließen, die noch Gewinn einfahren, sei es hierzulande nach wie vor Arbeitgeberwillkür und gängige Praxis, die entstehenden Sozialkosten der Gemeinschaft aufzubürden. Und dies aus reinem Gewinnstreben heraus, teilt der DGB mit.
Von Seite des Unternehmens aus sei nicht nur lange Zeit Stillhaltetaktik betrieben worden, es wurde auch keinerlei Bestrebungen unternommen, innovativ und im Sinne von Beschäftigungssicherung zu agieren, kritisiert der DGB weiter. Dies beweise erneut: Lohnverzicht schaffe keine Arbeitsplätze. Man finanziere letztendlich damit den eigenen Arbeitsplatzabbau und erhalte zudem weniger Arbeitslosengeld. Ein positiver Aspekt sei natürlich die Weiterbe-schäftigung der Kollegen und Kolleginnen in Schweinfurt, allerdings gehen mit der Schließung des Schäffler-Werkes erneut für die Zukunft Arbeitsplätze dauerhaft verloren. Und dies in einer ländlichen Gegend, die auf diese Arbeitsplätze angewiesen war, teilt Gerhard Klamet, DGB-Kreisverbandsvorsitzender, mit.


Starke Verluste

Auch für die in unmittelbarer Nähe angesiedelte Gastronomie, die in Familientradition geführten Bäcker- und Metzgerläden sowie Lebensmittelgeschäfte im Umkreis des Schäfflerstandortes könne diese Entscheidung entweder starke Verluste oder mitunter sogar zu existenziellen Nöten führen, befürchtet der Kreisverband.
Hier sei die Politik gefordert einzugreifen und auch neue Investoren zu gewinnen. Die Kolleginnen und Kollegen hätten jahrelang trotz Verzicht gute Arbeit geleistet, zahlreiche Überstunden abgeleistet, um die Kundenzufriedenheit sicher zu stellen. Den Dank dafür im Rahmen einer Werkschließung präsentiert zu bekommen empfindet der DGB Kreisverband als skandalöses Vorgehen. red