Die Schulen wollen sich dem geänderten Medien- und Kommunikationsverhalten stellen und lernen, bewusst mit den neuen Massenmedien umzugehen.
Das Thema "Cybermobbing und die Folgen" hat das Lehrerkollegium und der Elternbeirat der Anton-Kliegl-Mittelschule deshalb zum Jahresthema des Schuljahres 2016/17 gemacht, da es immer wieder Situationen gebe, in denen durch unbedachtes Handeln der Kinder und Jugendlichen Inhalte mit beleidigendem oder pornografischem Schwerpunkt untereinander verbreitet werden, ohne dass die Eltern etwas davon erfahren und wissen. Zu spät ist es dann immer, wenn man vom Nachbarn Bilder des eigenen Kindes gezeigt bekommt, das auf einschlägigen Seiten im Internet zu sehen ist. In den meisten Fällen sind auch die betroffenen Jugendlichen überrascht, dass ihre Bilder, die sie irgendwann einmal an irgendjemandem im Netz weitergeleitet hatten, auf Seiten im Internet auftauchen, für die sie eigentlich nicht bestimmt waren. So etwas kann jedem passieren, wenn er wenig über das Thema "Facebook, What's App und Co" Bescheid weiß.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass grundsätzlich die Erziehungsberechtigten für alles verantwortlich sind, was ihre Zöglinge im Netz so veranlassen.


Vortrag für Eltern

Da erfahrungsgemäß die Kinder besser über die technischen Möglichkeiten der Smartphone- und Internetnutzung Bescheid wissen als die Eltern, bietet die Anton-Kliegl-Mittelschule Bad Kissingen den Erziehungsberechtigten eine Informationsveranstaltung an, dieses Wissensdefizit zu kompensieren. Sie hat dafür den Journalisten, Blogger und Social-Media-Experten Matthias J. Lange (Jahrgang 1968) als Referenten für einen Infoabend am Donnerstag, 2. Februar, in der Aula der Anton-Kliegl-Mittelschule Bad Kissingen, gewinnen können. Zu dem Vortrag sind alle Eltern der Schüler der Anton-Kliegl-Mittelschule eingeladen. Beginn ist um 19 Uhr. Eltern anderer Schulen können nach Voranmeldung im Sekretariat unter Tel.: 0971/785 49 10 teilnehmen. In seinem Vortrag berichtet Matthias Lange von seinen Erfahrungen mit den Jugendlichen und gibt konkrete Tipps und Hilfestellungen. Dabei geht es nicht um Schwarzmalerei oder darum, Ängste zu schüren. Im Gegenteil: Differenziert und objektiv wird der Wandel in der Medienlandschaft gezeigt. Während früher Tageszeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen die einzigen Massenmedien waren, läuft diesen heute das Internet den Rang ab. Die Gesellschaft ist gespalten in eine analoge und eine digitale Welt.
Die Kommunikation hat sich von einer Einbahnstraße in einen wirklichen Dialog durch Social Media verändert. Facebook, Google Plus, Twitter & Co sind nur nicht weitere Kanäle, sondern haben die Art der bisherigen Kommunikation in Massenmedien auf den Kopf gestellt.
Das Gesamtprojekt läuft als erstes KESCH-Projekt (KESCH = Kooperation zwischen Elternhaus und Schule) der Anton-Kliegl-Mittelschule Bad Kissingen. Es soll als Einstiegsprojekt in das Bewusstsein einer Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule dienen und ist deshalb eine Veranstaltung des Lehrerkollegiums und des Elternbeirates. Die Veranstaltung wird von der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt und ist deshalb kostenfrei. red