Burghausen — Zweifacher Europameister über die 25 km war der Langstreckenschwimmer Christof "Wandi" Wandratsch in den 90er-Jahren. Sportlich zur Ruhe gesetzt hat sich der 48-jährige gebürtige Nürnberger nie, er ist noch aktiver geworden. Durchquerung des Ärmelkanals, des Fehmarnbelts, der Straße von Gibraltar oder des Bodensees (66 km in Längsrichtung) in Rekordzeiten - der Lehrer, der jetzt im oberbayerischen Haiming zu Hause ist, hört nicht auf, an seine körperlichen Grenzen zu gehen. Logisch, dass Wandratsch nun zu den Initiatoren der ersten deutschen Eis-Schwimmmeisterschaften im Wöhrsee in Burghausen mit Startern aus 17 Nationen gehörte - und gleich in der Weltrekordzeit von 14:06,84 Min. den Premierentitel über 1000 m errang. Hier schwamm auch die 41-jährige Sabine Croci vom SV Schwabach in 18:41,33 zur deutschen Meisterschaft. Croci ist gebürtige Bambergerin, lernte wie so viele bei Cilly Altgassen mit sechs Jahren das Schwimmen und besuchte das Gymnasium der Englischen Fräulein. Sie lebt jetzt in Barthelmesaurach in der Nähe von Schwabach. Schneller als Croci war nur die Amerikanerin Melissa O'Reilly (17:38,77). Das Rennen über 450 m gewann Croci in 8:13,24. Hier siegte Wandratsch bei den Herren in 5:48,67. Sabine Croci sagt: "Ich bin somit die erste deutsche Frau, die den Eiskilometer nach den Regeln der International Ice Swimming Association, der IISA, geschwommen ist. Neopren ist nicht erlaubt." Die vorgeschriebene Wassertemperatur: weniger als 5 Grad. Der Wöhrsee hatte 4,7 Grad. red