Biodiesel wird aus verschiedenen Materialien hergestellt. Je nach Zusammensetzung und Alter des Kraftstoffs variiert seine Qualität. Der Wissenschaftler Zhu Fan vom Technologiezentrum Automotive der Hochschule Coburg hat jetzt eine Methode entwickelt, mit der die Qualität des Kraftstoffs bestimmt werden kann. Bei der Fluoreszenzspektroskopie werden Atome einer Probe durch elektromagnetische Strahlung angeregt. Das führt zu einer spontanen Emission von Licht, was sich Fluoreszenz nennt. Die Fluoreszenzspektrometrie misst die Lebensdauer und Intensität der ausgegebenen Strahlung bei verschiedenen Wellenlängen.
Fan entwickelte im Rahmen seiner Dissertation chemometrische Auswertealgorithmen, um die Qualität von Biodiesel, fossilen Dieselkraftstoffen, Biodieselblends, Ottokraftstoffen sowie Hydraulikölen und Motorölen zu unterscheiden. Experimente mit Kraftstoffen von Aral, Shell und Esso lieferten die Daten. Wie sich zeigte, variieren deutsche Kraftstoffe nur minimal. Ein größerer Unterschied zeigt sich im Vergleich mit chinesischen und amerikanischen Dieselkraftstoffen. Auch der Standard- und der Premium-Diesel unterscheiden sich deutlich.
Zhu Fan stammt aus China und kam für das Studium an der TU Braunschweig nach Deutschland. Er promovierte an der Hochschule Coburg in Kooperation mit der TU Braunschweig. Auch nach seiner Promotion forscht er weiter zu Biodiesel: "Das nächste Ziel ist die Weiterentwicklung des Sensors für den Verbraucher, damit dieser während der Fahrt die Qualität seines Kraftstoffs abfragen kann", sagt Fan.
Seine Dissertation ist der mittlerweile 20. Band der vom Technologietransferzentrum Automotive (TAC) der Hochschule Coburg, der TU Braunschweig, der Ruhr-Universität Bochum und dem Thünen-Institut Braunschweig herausgegebenen Reihe.