Im Winter 2010 wurde die Konzertinitiative Coburg Hardcore von zwölf musikbegeisterten Jugendlichen im JuZ Domino gegründet. Nach dem ersten Konzert am 30. März 2010 in den heiligen JuZ-Hallen folgten circa 43 weitere derartige Veranstaltungen.
Sämtliche lokale, regionale, internationale Acts des Genres gaben sich im Laufe der vergangenen sechseinhalb Jahre im Domino die Klinke in die Hand. Zu Coburg Hardcore zählten sich insgesamt an die 30 Jungs und Mädels.
Neben den eigenen Konzerten und den jährlichen Gruppenseminaren/-ausflügen engagierten sich die Jugendlichen häufig auch einfach so im JuZ. So halfen sie bei anderen Veranstaltungen und Aktionen, zum Beispiel an der Kasse, an der Theke, bei Renovierungen, beim Kochen oder beim Erstellen von Flyern. Bei Konzerten wurde immer kostendeckend, sprich im Non-Profit-Bereich, gearbeitet. Alle Veranstaltungen haben sich selbst getragen. Über ein sogenanntes pädagogisches Konto wurde ein Gewinnpolster angesammelt, um dann bei anderen Konzerten einen finanziellen Ausgleich zu haben. So war es auch möglich, mal eine etwas "größere" Band zu engagieren, ohne überteuerte Eintrittspreise zu verlangen.


Zu kompliziert

Im Januar 2016 war dann letztendlich Schluss, für die Gruppenmitglieder wurde es immer komplizierter, Zeit für ihr gemeinsames Hobby zu finden, heißt es in einer Pressemitteilung und weiter: "Deshalb musste eine ordentliche Abschiedsshow her, und zwar das Coburg Hardcorefest Vol. 3." Im Laufe ihrer aktiven Zeit hatte die Veranstaltungsgruppe ihre Heimat im Jugendzentrum gefunden. Mit diesem Bewusstsein wurde deshalb im Vorfeld beschlossen, sämtliche Erlöse des Abschiedskonzertes an Geflüchtete und Asylsuchende zu spenden.
Dazu wurden am 8. und 9. Januar 2016 zehn befreundete, hauseigene und bei allen sehr beliebte Kapellen eingeladen, um den Abschied auch gebührend zu feiern. Das gelang vollends, beide Abende waren schon im Vorverkauf restlos ausverkauft. Die Stimmung war mehr als überschwänglich, es wurden "alte Geschichten ausgegraben", das ein oder andere sentimentale Tränchen vergossen und wild und ausgelassen gefeiert. Nun konnten knapp 500 Euro an das Spendenkonto Asyl - Coburg hilft überwiesen werden. Freilich werde diese einzigartige Abschiedsparty bei allen Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben, heißt es in der Mitteilung. red