von unserem Mitarbeiter Jürgen Schlee

Wallenfels — Frohsinn und ausgelassene Stimmung bestimmten den Familiengottesdienst am Faschingswochenende. Dennoch wurde das zum Nachdenken anregende Motto "Freude und Leid gehören zum Leben" nicht außer Acht gelassen. Die außergewöhnlich lockere Atmosphäre die bereits nach dem farbenfrohen Einzug der gesamten Wallenfelser Tanzgarde und donnernden Helau-Rufen herrschte, durchzog den Gottesdienst in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche bis zum Schlusssegen. Pater Jan freute sich insbesondere über die Anwesenheit des Kinderprinzenpaares Michelle I. und Max I., die beide im Altarraum Platz nehmen durften sowie über das Kommen vieler maskierter Kinder.

"Günther" war auch da

Auch die Kultfigur "Günther", die während der Faschingszeit überall in Wallenfels zu sehen ist, wurde willkommen geheißen. In den Gebeten wurde deutlich, dass Menschen oftmals an ihre Grenzen stoßen. Ihnen fehlt die Kraft zum Fröhlichsein. Pater Jan erklärte im Tagesgebet, Jesus kenne unsere Grenzen und Hoffnungen. Er sei das Zeichen der Liebe Gottes, er muntere auf und er sei bei uns in Freud und Leid, beim Feiern und beim Fasten. Wir sollen uns Jesus zum Vorbild nehmen. Fünf lustig geschminkte Clowns traten plötzlich in die Mitte der Kirche. Sie hatten Laternen mitgebracht und leuchteten in die Gesichter der vielen Gottesdienstbesucher. Sie seien auf der Suche nach der Freude und in der Kirche soll es doch die frohe Botschaft geben. "Wir suchen frohe Menschen, frohe Gesichter und frohe Herzen!", so die Clowns, gespielt von den Mitgliedern des Vorbereitungsteams Rosi Hentschel, Annegret Hümmrich, Joanna Piwonski, Heike Schmidt sowie Silvia Schirmer. Im Evangelium über die Heilung des Gelähmten durch den Menschensohn fanden sie die ersehnte Botschaft. Jesus vergab dem Kranken seine Sünden und heilte ihn von seiner Krankheit. In einer nachdenklich vorgetragenen Büttenrede erzählten die Clowns auch von dem Blinden und dem Lahmen, die sich auf ihrem Weg trotz ihrer leidvollen Krankheiten gegenseitiges Vertrauen schenkten und gemeinsam wohlbehalten ans Ziel kamen. Die von Gardekindern formulierten Fürbitten wurden mit Blumen, einem Kreuz mit Sonne, einem Herzen, einer Brücke und einem Regenbogen verbunden. Mit bunten Gummibärchen wurden die Kinder verabschiedet.