Der Bücherladen Senfkorn stand ganz im Zeichen verfolgter Gemeinden in Nigeria und Myanmar.
"Es ist für uns fast unvorstellbar, dass man seinen Glauben verstecken muss, sich nicht zum Christentum bekennen kann, nicht bei den Nachbarn, nicht bei den Freunden. Weil niemand weiß, ob sie einen nicht verraten. So wie Habila Adamu aus Namibia, der einen Anschlag einer Terrormiliz überlebte und jetzt seinen Glauben erst recht lebt. Oder der buddhistische Mönch, der zum Christentum übergetreten ist und nun von seinem ganzen ehemaligen Kloster, seinem Dorf und allen Buddhisten geächtet wird", referierte Friedhelm Appel. Da stelle sich der Buddhismus nicht als friedliche Religion dar, so Appel weiter. Der Referent schlug einen Bogen zu den Christen in der westlichen Welt. Sie könnten ihren Glauben leben, sie könnten sich zu Gott bekennen, aber viele seien gleichgültig geworden. Für die 40 Zuhörer, die in den Räumen von Senfkorn Platz gefunden hatten, war das harter Tobak.
Auch ein gutbesuchter Flohmarkt fand im Hof des Senfkorns in Unterrodach statt. Friedhelm Appel ist seit 2012 Bildungsreferent der Hilfsorganisation Märtyrerkirche (HMK). Er nutzte die Gelegenheit, mit den Gästen in Kontakt zu kommen. Auch in einem Gottesdienst in der Michaelskirche Unterrodach hielt er eine Predigt, in der er auf die extreme Situation in den betroffenen Ländern hinwies. Nicht wegsehen, sondern hinsehen, diese Gefahren für Christen anprangern und helfen, sei das Anliegen der HMK. red