Falkendorf — Die Besucher des Jubiläumskonzertes des Männergesangvereins Falkendorf (MGV) konnten nicht nur die Vielstimmigkeit des Chorgesangs und ein voluminöses Klangbild genießen, sondern auch viel über die reiche Geschichte des MGV erfahren. Zum 90-jährigen Jubiläum gratulierten viele Chöre aus dem Umkreis.
Mit dem "Sängergruß" von Othmar Kist begrüßte der Jubiläumverein die Besucher, darunter auch Staatssekretär Stefan Müller und viele weitere Honoratioren aus Politik und Musik. Den Konzertabend eröffnete der von Eleonore Marabini geleitete Landfrauenchor passend zum Abend mit "Heut feiern wir ein Fest." Dazu passte dann auch ein "Tanzlied" aus Schweden und weil der Abend etwas länger dauern sollte, forderte der Chor noch mit "Nimm Dir Zeit" von Ludwig Moritz gesanglich zum Bleiben auf.
Viel Beifall gab es auch für den Nachbarverein Fidelia aus Münchaurach, den Waldemar Welker leitet. Besonders der "Chor der Gefangenen" und das "Chianti-Lied" sorgten für viel Beifall und Bravo-Rufe. Der Patenverein Liederkranz unter der Leitung von Gerald Fink gratulierte mit der irischen Weise "Singen ist Leben" und "Fröhlich klingen unser Lieder". Bei dem italienischen Tanzlied "An hellen Tagen" von Giovanni Gastoldi sang der Liederkranz vom Schlagen des Herzens, einem blauen Himmel, in dem die Augen schauen und für Herzschlag sorgen.
Der Liederkranz Frohsinn aus Mühlhausen eröffnete schwungvoll mit "Fanfare a capella", komponiert von Lorenz Maierhofer. Mit "Gib mir Halt", bot Frohsinn Chormusik auf hohem Niveau und für den Song "Weit, weit weg" von Hubert v. Goisern bekam der Chor aus Mühlhausen den verdienten Applaus.
Den Abend beschloss dann der Gastgeber unter der Leitung von Valentina Walter mit "Die scheena brauna Hopfenbrüh", bei diesem Lied schmunzeln nicht nur Wirte und Brauer, sondern auch die Zuhörer. Mit "Lebe - liebe - lache" von Robert Pappert hatten die Falkendorfer noch einen guten Ratschlag für den Heimweg der Konzertbesucher.
In den Reihen der aktiven Falkendorfer Sänger ist auch Ex-Landrat Eberhard Irlinger, der vom Moderator aufgefordert wurde, doch die Proben regelmäßig zu besuchen, da er ja jetzt mehr Zeit habe. Für die musikalische Untermalung sorgte Martin Lauer am Klavier und Günter Grube, der auch durchs Programm führte, gab auch einen ausführlichen Rückblick von der Gründung bis heute.
Auf die wechselvolle Geschichte des Chores und der langen Tradition des Singens, wies auch Abgeordneter Stefan Müller hin. "Die Laienchöre, nicht die Profis, haben das Liedgut erhalten", lobte Müller die Chöre, von denen es in Deutschland rund 20 000 mit mehr als einer Million Sängerinnen und Sänger gibt. Richard Sänger