Höchstadt — Nach 23 Jahren als Chefarzt des Kreiskrankenhauses St. Anna geht Hans-Joachim Laugwitz Ende März 2015 in Ruhestand. Sein Nachfolger wird Dieter Ropers. Der Dechsendorfer ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sowie spezielle internistische Intensivmedizin. Er tritt seinen Dienst bereits zum 1. Januar 2015 an.
Ropers hat seine Laufbahn vom Arzt im Praktikum bis zum stellvertretenden Klinikdirektor an der Uniklinik Erlangen absolviert, dort promoviert und habilitiert. Seit 2012 ist Ropers leitender Oberarzt der Kardiologie des Martha-Maria-Krankenhauses in Nürnberg. Jetzt übernimmt er die internistische Verantwortung am Kreiskrankenhaus Höchstadt, nur wenige Minuten von seinem Wohnort Dechsendorf entfernt.
"Professor Ropers ist in der Gegend gut vernetzt und menschlich souverän. Er kann die Abteilung von einem starken Fundament aus weiterentwickeln", lobt Landrat Alexander Tritthart (CSU) den Neuzugang am Kreiskrankenhaus.
"Ich trete in die großen Fußstapfen eines Internisten, der noch die gesamte Innere Medizin von der Pike auf gelernt hat. Genau das reizt mich an meiner neuen Aufgabe", betont Ropers. Man sei nah am Patienten, lerne seine Beschwerden und Ängste aus erster Hand kennen und könne seine gesamten internistischen Kenntnisse einbringen, nicht nur einen kleinen Spezialteil wie in Großkliniken.
Für Albert Prickarz, kaufmännischer Leiter des Kreiskrankenhauses, war das breite medizinische Spektrum, das der Erlanger Professor abdeckt, ein wichtiger Grund, sich für Ropers zu entscheiden.
"Wir bilden die gesamte internistische Grundversorgung ab. Mit Professor Ropers gewinnen wir einen internistischen Allrounder mit zusätzlicher fachärztlicher Expertise in der wichtigen Kardiologie und der Intensivmedizin. So decken wir künftig nicht nur die internistische Grundversorgung ab, sondern können noch einige Komponenten intensivieren", betont Prickarz.

Palliativmedizin als Anliegen

Auch Pflegedienstleiterin Bianca Dotterweich ist sehr zufrieden mit der Wahl. "Ein guter Intensivmediziner, dem unsere Palliativmedizin am Herzen liegt", beschreibt sie den neuen internistischen Chef.
Laugwitz wird seinen Nachfolger ab Januar 2015 gründlich in sein neues Amt einführen - und so für einen sanften Übergang für beide Ärzte sorgen. "Es fällt mir nicht leicht, nach 23 Jahren Herzblut für das Kreiskrankenhaus meine Abteilung jemand anderem anzuvertrauen. Dass ich sie an Professor Dieter Ropers übergebe, macht es mir einfacher. Bei ihm sind sowohl Abteilung als auch Patienten in sehr guten Händen."