Die Führung des CSU-Ortsverbandes Haßfurt bleibt in weiblicher Hand: Auf Sandra Grimm aus Augsfeld, die im Herbst Mutter von Zwillingen wird, folgt Claudia Glückert aus Sylbach. Bei der Ortsversammlung im Gasthaus "Zum Hirschen" in Haßfurt wurde die neue Vorsitzende mit 27 von 29 Stimmen an die Spitze des größten CSU-Ortverbands im Landkreis Haßberge gewählt.
Zuvor hatte Sandra Grimm, die 2015 die Führung übernommen hatte, mitgeteilt, dass dem Ortsverband derzeit 132 Mitglieder angehören und der Altersdurchschnitt bei 62,2 Jahren liegt. Allerdings seien die zuletzt gewonnenen Mitglieder deutlich jünger.


Personeller Wechsel

In ihrem Rückblick erinnerte Sandra Grimm an einige Höhepunkte wie den 90. Geburtstag von Staatssekretär a.D. Albert Meyer oder das politisch-kulinarische Sommerfest, das heuer am 27. Juli ausgerichtet wird. Sie verabschiedete Vorstandsmitglieder, die sich nicht mehr zur Wahl stellten: Michael Weber (seit 2015 Beisitzer), Horst Hofmann (zwölf Jahre im Vorstand tätig), Ute Ulbrich (seit 1999 stellvertretende Ortsvorsitzende) und Karl-Heinz Eppelein (22 Jahre im Vorstand aktiv und seit 2003 Schatzmeister).
Unter der Leitung von Joachim Schwach fanden die Neuwahlen statt. Zur Ersten Vorsitzenden wurde die 49 Jahre alte Claudia Glückert gewählt. Als ihre Stellvertreter werden Michael Schlegelmilch, Christian Schneider und Sandra Grimm tätig sein, und das Amt des Schriftführers blieb in den Händen von Stephan Schneider; zur neuen Schatzmeisterin wurde Petra Frosch gewählt. Kassenprüfer sind Joachim Schwach und Karl-Heinz Eppelein. Die neuen Beisitzer sind Christian Ankenbrand, Norbert Geier, Sonja Käb, Ulrike Schellenberger, Michael Schmitt, Alexander Schnaus, Alfred Schneider, Christine Vogl und Harald Wagner.
Als wichtiges Datum in diesem Jahr nannte die neue Vorsitzende die Bundestagswahl. Außerdem müsse das gleiche Augenmerk auf die Landtagswahl im Herbst 2018 gelegt werden.
Für die Kommunalwahl 2020 schließlich müsse der CSU-Ortsverband geeignete Kandidaten für den Stadtrat finden und mit dieser Suche zeitnah beginnen. "Interessierte Bürger an die Kommunalpolitik heranführen, für ein Amt zu begeistern und dann auf den Wahlkampf vorbereiten, das sollte unser Ziel sein", so Claudia Glückert, der auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Jungen Union und die Findung neuer Mitglieder wichtig sind.
In der Versammlung referierte der CSU-Fraktionsvorsitzende Norbert Geier über Stadtratsarbeit. So berichtete er, dass nun ein Citymanager installiert werden soll, der viel Unterstützung benötigen werde. Zur Entscheidung, das Kunsthaus abzulehnen, erklärte er, dass sich die Stadt den jährlichen Fehlbetrag von 350 000 Euro nicht leisten könne und man nun gemeinsam ein anderes Konzept für das Haus entwickeln müsse.


Schwieriger Weg

Schön sei, dass nun endlich der Gewerbepark Ost an die Kreisstraße nach Prappach angebunden werde und sich eine Lösung für die Erweiterung des Geh- und Radwegs auf der Brücke am Meecenter abzeichne.
Geier warnte vor einem finanziell schwierigen Weg in die Zukunft, denn von den bis 2020 angemeldeten Investitionen in Höhe von rund 51 Millionen seien viele Millionen bislang noch nicht gedeckt und nach 2020 noch rund 33 Millionen Euro zu finanzieren. Geier betonte, dass die Stadt Bauplätze ausweisen müsse - auch in den Stadtteilen.
In der Diskussion mit dem Zweiten Bürgermeister Michael Schlegelmilch ging es dann um die Frage, ob das Ausweisen immer neuer Baugebiete sinnvoll sei und warum sich die Stadt beim Bauvorhaben des Turnvereins Haßfurt engagieren müsse.