Bamberg — Nach ihrer Initiative für den Einzelhandel in der Innenstadt stellt die Bamberger CSU nun eine zweite wirtschaftspolitische Forderung: Sie will, dass rasch auf dem Konversionsgelände Gewerbegebiete ausgewiesen und dadurch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.
Dies unterstrich der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Helmut Müller, in einer Erklärung gegenüber den Medien. In ihrer Forderung nach der raschen Ausweisung neuer Gewerbegebiete weiß sich die Bamberger CSU mit der Mittelstandsunion einig, die schon seit Langem die schnelle Umsetzung und Ausweisung von Flächen für Handwerk, Handel und Gewerbe eintritt und die Stadt Bamberg für das langsame Vorangehen kritisiert.
"Die vielen Wünsche all jener, die an der Konversion beteiligt sind, können nur bezahlt werden, wenn durch Unternehmen neue Arbeitsplätze geschaffen werden und damit Steuereinnahmen der Stadt Bamberg zugutekommen", unterstrich Wolfgang Heim, Vorsitzender der Mittelstandsunion. Vor allem auf zwei Gebieten des Konversionsgeländes will die CSU Flächen für Gewerbe auszuweisen und Arbeitsplätze schaffen: auf dem Muna-Gelände und im angedachten Kultur- und Kreativquartier in der Lagarde-Kaserne.
Während Müller für den Standort Muna außerhalb des eigentlichen Kerngeländes warb, das Gegenstand des gutachterlichen Wettbewerbes war, hob der CSU-Kreisvorsitzende, Bürgermeister Christian Lange, die Chancen für die Kreativwirtschaft auf der Lagarde-Kaserne hervor. Es sei das von Stadtrat definierte Ziel, durch die Ansiedlung von Kultureinrichtungen und Technologietransferzentren im Bereich IT, Medizintechnik und Denkmalpflege Raum zur Entfaltung von jungen Unternehmen und kreative Arbeitsplätze zu gewinnen. Dazu könnten Start-Up-Unternehmen aus dem Bereich der Informationstechnologie ebenso gehören wie Unternehmen aus der Medizintechnik, um Bamberg an das sogenannte "Medical Valley" anzubinden.
"Diese Unternehmensfelder eröffnen der Stadt Bamberg die Chance, jungen, kreativen Unternehmerinnen und Unternehmern neue Perspektiven zu geben - und deren Potenzial brauchen wir", sagte Lange. red