Mit einem Filmvortrag und einer Exkursion startet die Kulmbacher Bezirksgruppe des Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) in das Winterprogramm.
Am Donnerstag zeigt Robert Neuber aus Pressath seinen Film "Frucht und Erbe - die Geschichte des Klosters Speinshart". Kaum ein Ort dürfte so beispielhaft für die wechselvolle Geschichte unserer Region sein wie das Kloster Speinshart. Dessen Geschichte hat Neuber als Stoff für einen 50 Minuten langen Dokumentarfilm gewählt. Der Student der Medienproduktion und Medientechnik an der Hochschule Amberg-Weiden drehte den Film als Abschlussarbeit seines Studiums. "Das Kloster Speinshart ist Geschichte pur", so der Filmemacher, den das Thema schon seit vielen Jahren beschäftigt.


Drehort Himmelkron

Die Dreharbeiten begannen Mitte August 2014. Innerhalb von sechs Wochen wurden die einzelnen Segmente des Films im Kloster Speinshart selbst, in der Bayreuther Eremitage, in der Turmstube der Kemnather Stadtwache sowie im ehemaligen Kloster Himmelkron gedreht. An der Produktion waren rund 80 Laienschauspieler und Statisten beteiligt.
Der Film wird am 6. Oktober im Mönchshof-Bräuhaus (Vereinszimmer, 1. Stock) gezeigt; Beginn 19.30 Uhr.
Exakt vor 250 Jahren - am Michaelistag, 29. September 1766 - wurde die Friedenskirche zu Berndorf geweiht. Und so wird am Samstag, 8. Oktober, Uta von Pezold das Gotteshaus vorstellen; Treffpunkt ist um
15 Uhr vor der Kirche in Berndorf.


Reichsgraf hielt Wort

Reichsgraf von Giech ließ seinerzeit die Kirche erbauen - als Erfüllung eines Versprechens. Als die feindlichen Truppen im Siebenjährigen Krieg gefährlich
nahegekommen waren, legte der Reichsgraf folgendes Gelübde ab: Wenn seine Region verschont werde, würde er eine Kirche erneuern. Und das Berndorfer Gotteshaus war damals in einem erbärmlichen Zustand. Der Wunsch ging in Erfüllung - und der Reichsgraf hielt Wort.
Das Colloquium lädt zu beiden Veranstaltungen alle Interessierten herzlich ein.