Vor der St. Laurentiuskirche in Burggrub stand ein Lindenbaum, der 1871 als Friedenslinde nach dem Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt wurde, sie prägte über 140 Jahre das Ambiente vor dem Gotteshaus, so Pfarrer Michael Foltin bei der historischen Weihe.


Rettung war unmöglich

Der Baum bestimmte über Generationen hinaus das Dorfbild von Burggrub, er gehörte zur Nachbarschaft, zur Kirche auf dem Berg und nicht nur dorthin. Eine Ära ist zu Ende gegangen, der vertraute Anblick ihrer Größe, Zweigen und Blätterpracht gehört der Vergangenheit an.
Etliche Untersuchungen und sorgfältige Überprüfungen förderten einen Zustand zu Tage, der eine Rettung der Linde unmöglich machte. Es muss Altes weichen, bevor Neues wachsen kann, sagt man. Die Mehrheit der Bürger hat sich bei einer entsprechenden Befragung wieder einen neuen Lindenbaum gewünscht. Zu Recht kam immer wieder die Frage auf, wo die Baumquerschnitte geblieben sind. Sie befinden sich zum Trocknen an einem sicheren Ort in der Nähe der Kirche.
Anschließend werden daraus viele kleine Holzkreuze angefertigt, die dann zum Verkauf angeboten werden. Der Erlös soll der Kirchengemeinde zugutekommen. Am Wochenende wurde die Linde, die von Klaus Birkner, Kirchenvorstand und Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins finanziert wurde, offiziell an die Ortsgemeinschaft übergeben.


Historischer Anlass

Pfarrer Michael Foltin sprach bei der Weihehandlung von einem historischen Anlass. Die Linde wurde 2016 auch als Baum des Jahres gewählt. Die kleine Linde, die hier hoffentnlich gut gedeihen wird, steht an gleicher Stelle, an der der Lindenbaum aus dem Jahr 1871 gestanden hat.