Knetzgau/Eltmann — Es besteht die Hoffnung, dass die afghanische Flüchtlingsfamilie Ahmedi wieder zusammenkommt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Nürnberg) ist in den Fall eingeschaltet und will unterstützen, wie aus einem Schreiben des Amtes an die Ebelsbacher Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU), hervorgeht. Bär hat das Schreiben des Amtes unserer Zeitung zur Verfügung gestellt.
Die Familie Ahmedi wurde auf der Flucht vor den Taliban, die aus Kabul über den Iran, die Türkei und Griechenland nach Deutschland führte, auseinander gerissen. Zuerst verlor die Mutter Farimo ihren Mann und ihre drei größeren Kinder. Dann wurde sie auch noch von ihrem Baby getrennt. Allein kam die Afghanin in München an. Von dort ging es weiter nach Würzburg, später nach Eschenau (Gemeinde Knetzgau) und nach Eltmann, wo sie sich heute noch befindet.
Mittlerweile hat das Bundesamt der gesundheitlich angeschlagenen Frau ermöglicht, einen Asylantrag zu stellen. Und auch die Familienmitglieder in Griechenland haben einen solchen Antrag in die Wege geleitet. Damit ist es laut Bundesamt möglich, dass ein Antrag auf Familienzusammenführung gestellt werden kann.
Das zuständige Referat im Bundesamt ist nach den Angaben der Nürnberger Behörde "über den Vorgang unterrichtet und würde nach Klärung der Asylantragstellung in Griechenland ein Ersuchen von dort zeitnah bearbeiten." Das Bundesamt hofft, wie im Schreiben an Dorothee Bär deutlich wird, dass sich "die Situation von Frau Ahmedi etwas stabilisiert hat und die Familienzusammenführung zeitnah in die Wege geleitet werden kann." ks