"Das Thema Internet und Breitband beschäftigt uns schon seit 20 Jahren und wird es auch die nächsten Jahre tun." Mit diesen Worten empfing Landrat Wilhelm Schneider (CSU) laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Kreisrätin Dorothee Bär (CSU), die als Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur angereist war, sowie die Bürgermeister mit ihren Breitbandpaten. Anlass der Informationsveranstaltung im Landratsamt in Haßfurt zum Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau war eine kürzlich in der Bürgermeisterdienstbesprechung aufgeworfene Frage, wie es mit dem Breitbandausbau künftig weitergehen soll.
Landrat Schneider, Dorothee Bär und auch die Vertreter des Breitbandbüros des Bundes machten deutlich, dass man mit dem bayerischen Förderverfahren im Landkreis eigentlich nur einen ersten Schritt in Richtung Glasfaseranschlüsse bis ins Haus gemacht habe. Diesem ersten Schritt müssten weitere folgen.


Gehöfte nicht vergessen

Außerdem dürfe man einzelne Gehöfte oder kleinere Siedlungen nicht vernachlässigen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. "Die Privatisierung der Deutschen Bundespost hat dazu geführt, dass der Versorgungsauftrag zugunsten eines europäischen Wettbewerbs geopfert wurde", so Schneider. Und dieser Wettbewerb führe dazu, dass im ländlichen Raum kein Geld zu verdienen sei. Deshalb müsse die Kommune einspringen, um ihre Bevölkerung und die Unternehmen mit schnellem Internet zu versorgen. Ein Masterplan, oder, besser ausgedrückt, ein Netzentwicklungsplan sei unabdingbar, um bei Grabungsarbeiten für Strom-, Wasser- oder Gasanschlüsse auch gleich Glasfaserkabel mit zu verlegen. "Es genügt nämlich nicht, einfach nur ein Rohr mit einzubuddeln", so Wilhelm Schneider.
Staatssekretärin Dorothee Bär empfahl, sich für das Bundesförderprogramm zu bewerben, am besten, indem sich mehrere Gemeinden zusammenschließen. Dies erhöhe die Chancen, eine Förderung zu erhalten und noch weiße Flecken mit schnellem Internet versorgen zu können.
Tim Brauckmüller, der Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, stellte in seinem Vortrag im Landratsamt die wesentlichen Eckpunkte des Förderprogramms vor. red