Bei der zweiten CSU-Ortshauptversammlung in diesem Jahr wählte der Heßdorfer Ortsverband die Delegierten zur Kreishauptversammlung und der Landtagsabgeordnete Walter Nussel gab einen Einblick hinter die Kulissen der bayerischen Politik.
Der Abgeordnete kümmert sich aber auch um die Gemeinden in seinem Wahlkreis, unabhängig von der jeweiligen politischen Führung. "Es geht um die Menschen in den Gemeinden und nicht um eine politische Richtung und ich sehe es als meine Verpflichtung, die Ortsverbände zu besuchen", erklärte Nussel. So diskutierte Nussel mit allen drei Bürgermeistern der Seebachgrundgemeinden und hörte sich die Sorgen zur schon oft diskutierten Ortsumfahrung an. Dabei kam auch der ÖPNV zur Sprache, bei dem zwischenzeitlich viel erreicht werden konnte und auch die übrigen Gemeinden noch angebunden werden. "In Bayern ist kaum ein Landkreis so gut ausgestattet wie der unsrige und die Ausschreibungen weiterer Linienbündel mit noch besseren Verbindungen und kürzeren Taktzeiten sind in Arbeit und dies trägt die Handschrift von Landrat Alexander Tritthart", erklärte Nussel.


Sparkassenfusion

Auch die Sparkassenfusion ist nach Meinung der CSU ein Thema, das nicht polemisch, sondern mit Kopf und Verstand behandelt werden sollte. Denn es gehe um die Kunden und Personal sowie die Geschäftsstellen auf der Fläche. "Alle Eingaben und Vorschläge wurden aufgenommen", betonte Nussel.
Er wehrte sich auch gegen die Vorwürfe von seitens der Grünen und Bund Naturschutzes, dass willkürlich Flächen versiegelt werden. "Ohne Gewerbe und Industrie könnte sich Bayern nicht so viel leisten." Deswegen sollen Gewerbegebiete künftig in unmittelbarer Nähe von Autobahn-Knotenpunkten entstehen. Das spare später den Streit um Ortsumfahrungen und die Gebiete sollten Gemeindeübergreifend gebaut werden.
Bei Veranstaltungen des Mittelstandes und Handwerks macht Nussel Werbung für die Digitalisierung. So müssen gerade die kleinen und mittleren Betriebe sowie die Dienstleister aufpassen, dass sie nicht abgehängt werden.
Auf Anweisung des Ministerpräsidenten widmet sich der Abgeordnete unter anderem dem Bürokratieabbau. Dabei verhehlte er nicht, dass dies nicht ganz einfach sei, denn teilweise seien die Gesetze überzogen und gerade für Gewerbetreibende oft zu restriktiv. "Da muss einiges zurückgedreht oder gleich verhindert werden." Die Gesetze würden von Ministerialbeamten ausgearbeitet und kalkulierten gleich alle Eventualitäten ein und da sind eben Sachen dabei, die normalerweise überhaupt nicht vorkommen. Am Dienstag dieser Woche musste Walter Nussel seinen ersten Bericht im Kabinett abgeben, normalerweise sind dort die Abgeordneten nicht dabei und sprechen dort auch nicht. "Ich werde die Welt sicher nicht neu erfinden, sondern versuchen, dass es wieder zu mehr Bürgernähe kommt", erklärte Nussel abschließend.


Delegiertenwahl

Als Delegierten wurden gewählt: Manfred Bäreis, Sebastian Klinga, Oliver Schüßler, Gerhard Reif, Fritz Bertlein. Ersatzdelegierte: Margarete Schüßler , Markus Windisch, Thomas Scharf, Josef Haselmann, Klaus Gumbrecht.