von unserem Mitarbeiter  Werner Baier

Pettstadt — Mit einem strammen Zeitprogramm setzt der Gemeinderat Pettstadt seine Bemühungen um die Stärkung der Ortsmitte fort. Dieser Tage verabschiedete er die Auslobung eines mit der Regierung von Oberfranken vereinbarten Architektenwettbewerbs ("Mehrfachbeauftragung") für die Seniorenwohnanlage nebst Bürgerzentrum auf einem Areal zwischen Haupt- und Fabrikstraße.
Wie vom Geschäftsleiter Roland Hack zu erfahren war, haben inzwischen fünf Fachplaner zugesagt, Entwürfe zu fertigen und Projekt-Kosten zu ermitteln. Vier sind aus Bamberg, einer aus Küps. Die Zwischenpräsentation der Pläne ist für den 29. September angesetzt. Am Abend dieses Tages werden auch die Bürger von Pettstadt die Planungsvarianten zu Gesicht bekommen. Die entscheidende Jury-Sitzung wird am 1. Dezember stattfinden.


Über 20 Seiten

Auf über 20 Seiten ist die Aufgabe beschrieben, die den Architekten gestellt worden ist. Unter anderem gilt es, die vier Baukörper der seniorengerechten Wohnanlage mit dem kommunalen Begegnungszentrum zu verknüpfen: Eine einheitliche Architektursprache ist gefragt, zum Beispiel bei der Fassadengestaltung. Darüber hinaus ist eine Freifläche mit hoher Aufenthaltsqualität zu planen.
Die seit Menschengedenken in Pettstadt vorhandenen "Etterwege" sind einzubeziehen, die Tiefgaragenzufahrt und eine stattliche Anzahl von Parkplätzen sind zu berücksichtigen.
Hohen Anforderungen soll das Mehrzweckgebäude gerecht werden. Gemäß einstimmigem Beschluss des Gemeinderates soll es in Anlehnung an den alten Flurnamen ab sofort "Bürgerhaus Hopfengarten" genannt werden.
Die derzeit noch in einer Mietwohnung untergebrachte Bücherei soll es beherbergen und einen Veranstaltungsraum für 100 bis 120 Besucher bereithalten. Und natürlich muss der Komplex rollstuhlgerecht konzipiert werden.


Teilbarer Saal

Der Saal soll in verschiedene Raumeinheiten teilbar und somit vielfältig nutzbar sein. Gedacht wird auch an ein "Lesecafé" und ein separates Seniorenbüro.
Bei der Planung der einzelnen Bestandteile muss berücksichtigt werden, dass die aktuell noch bebauten Grundstücke zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu Verfügung stehen. Das führt zu einer zeitlich versetzten Fertigstellung des Gesamtprojektes, wobei aber von Anfang an eine gewisse Funktionalität gegeben sein muss.
Die angestrebte Innenverdichtung als Gegenstück zur Ausweisung des Neubaugebietes "Zwieseler Weg" ist im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes eine interessante Aufgabe für die nächsten Jahre.