In der vergangenen Sitzung des Heiligenstadter Bauausschusses gab Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit) bekannt, dass der Bürgerbus einen Motorschaden hat und deshalb derzeit nicht eingesetzt werden kann. "Den Bürgerbus haben wir 1998 angeschafft, denn wir wollten etwas für die ältere Generation tun", erklärte Krämer.
Heiligenstadt habe 24 Gemeindeteile, von denen nur acht von öffentlichen Linien angefahren werden. "Und das auch nicht zu oft", wirft Krämer ein.


30 Orte angesteuert

Der Bürgerbus konnte Leute beispielsweise zum Arzt bringen oder zu Einkaufsmöglichkeiten im Ortskern. "Das Modell hat sich gut bewährt. Wir hatten vier ehrenamtliche Fahrer. Einer davon ist Asylbewerber", berichtet der Bürgermeister.
Der Bus ist zweimal die Woche gefahren; dienstags und donnerstags stand er den Bürgern und Touristen als Transportmittel zur Verfügung. Der Bürgerbus hatte drei Routen, auf denen 30 Orte in drei Landkreisen (Bamberg, Forchheim und Bayreuth) angefahren wurden. Trotzdem sei er nicht so angenommen worden, wie die Gemeinde das erwartet hatte, klagt der Bürgermeister. "Die Fahrer haben den Bus richtig gut gepflegt und sind behutsam gefahren. Dennoch haben wir größere Ausgaben für Reparaturen gehabt."
Den alten Bus reparieren zu lassen, könne bis zu 10 000 Euro kosten. Deshalb werde überlegt, ob ein neuer Bus angeschafft werden soll. Um eine richtige Entscheidung im Marktgemeinderat treffen zu können, sollen jetzt die Fahrgastentwicklung und die Anschaffungs- und Unterhaltskosten ermittelt werden. Sobald die Zahlen vorliegen, will der Marktgemeinderat über die Zukunft des Bürgerbusses entscheiden.