Reckendorf — Mit der Zeit geht die Gemeinde Reckendorf auch, wenn es um den Kontakt ihrer Bürger zur Gemeinde via Internet geht. Wie Bürgermeister Manfred Deinlein (SPD) in der Gemeinderatssitzung mitteilte, wurde deshalb auf der Homepage der Gemeinden innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Baunach ein Kontakt- und Mängelbutton installiert. Dort können Bürger auf einem Kontaktformular der Verwaltung mitteilen, wo irgendetwas in der Gemeinde im Argen liegt oder Schadensmeldungen abgeben, die dann umgehend an die zuständigen Stellen weitergegeben werden.
Um die Gewerbebeschilderung ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt. 130 Gewerbetreibende in Reckendorf wurden angeschrieben, 38 Rückmeldungen kamen, und elf Gewerbetreibende wünschten sich eine entsprechende Beschilderung, sofern diese mit nicht zu hohen Kosten verbunden sei. Die Reaktionen des Gemeinderates reichten von strikter Ablehnung bis hin zur uneingeschränkten Befürwortung: Die einen befürchteten einen Schilderwirrwarr oder einen Schilderwald, andere sahen eine Aufwertung des Ortes bei einer ansprechenden Gestaltung, Markus Sippel (CSU) sah keine Notwendigkeit, hätte doch nahezu jeder Autofahrer eine Navigationsgerät, das ihn bis vor die Haustür der gesuchten Firma führen würde. Ernüchterung nach dem Einwurf von Hubert Rottmann (WBFW), der nachfragte, was ein solches Projekt überhaupt kosten würde. 15 000 bis 20 000 Euro, schätzte der neue Kämmerer der Gemeinde, Bernhard Weber. So folgte der Gemeinderat dem Vorschlag des Bürgermeisters einstimmig, zunächst einmal Kostenvoranschläge für ein solches Beschilderungskonzept einzuholen.
Ein heißes Thema ist alljährlich in Reckendorf die Frage, wer für die Mäharbeiten auf dem Rasensportplatz des ASV zuständig sein soll. Im letzten Jahr rang man sich dazu durch, diese Arbeiten, befristet auf ein Jahr, durch die Gemeindearbeiter durchführen zu lassen.

Wer mäht den Sportplatz?

Kontrovers war auch hier die Diskussion: Der Bürgermeister vertrat die Auffassung, dass der ASV Reckendorf als größter Verein im Dorf die Platzpflege in eigener Verantwortung regeln sollte - die Gemeinde könnte sich hier auch bei der Anschaffung eines Mähers finanziell beteiligen. Hubert Rottmann war hingegen der Meinung, dass sich die Gemeinde die 1700 Euro pro Jahr für das Rasenmähen durchaus leisten könne, Ludwig Blum (CSU) sah das ehrenamtliche Engagement des Vereins gefordert und Hubert Steppert (WBFW) warf in die Diskussion ein, dass auch die Feuerwehr selbstverständlich Jahr für Jahr ungezählte ehrenamtliche Arbeitsstunden leiste. Gerhard Pförtsch (CSU) bezeichnete den ASV Reckendorf als kostenintensiven Verein. Es sei fraglich, ob die Anschaffung eines Vereinsmähers im Wert von bis zu 20 000 Euro sinnvoll sei. Da man sich am Ende zu keiner Lösung durchringen konnte, beschloss man, bis zum Ende der Saison 2015/16 die Mäharbeiten weiter durch die Gemeinde durchführen zu lassen. Zuvor will der Bürgermeister mit den Vereinsvorsitzenden nach Lösungen suchen, parallel hierzu sollen Angebote von Fremdfirmen eingeholt werden, die das Mähen übernehmen könnten. nge