Lichtenfels — Bei einer Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Lichtenfels und des Roten Kreuzes wurden in der Gaststätte Karolinenhöhe 44 Bürger für 50-, 75-, 100-, 125- und 150-maliges Blutspenden geehrt.
Erster Bürgermeister Andreas Hügerich sprach den Blutspendern einen herzlichen Dank für ihre Bereitschaft aus, regelmäßig seit vielen Jahren Blut zu spenden für Mitmenschen, die infolge eines Unfalls oder einer schweren Krankheit dringend darauf angewiesen seien. Auch der BRK-Kreisvorsitzende, Landrat Christian Meißner, zollte den Blutspender-Jubilaren Respekt und Anerkennung. Sie würden dadurch vielen Mitmenschen im Sinne gelebter Nächstenliebe einen großen Dienst erweisen. Er erinnerte dabei auch an seinen Vater, der nach einem schweren Verkehrsunfall viele Blutspenden benötigte.
Die Spitzenstellung, die der Landkreis Lichtenfels bayernweit einnehme, sei nur deshalb möglich, weil es hier so viele Menschen gebe, die durch ihre regelmäßige Blutspende Solidarität mit ihren Mitmenschen beweisen. So hätten allein in Lichtenfels bei acht Terminen in der Stadthalle oder im BRK Rettungszentrum 1872 Männer und Frauen jeweils einen halben Liter Blut gespendet, darunter 86 Erstspender, die für einen kontinuierlichen Fortbestand des Blutspendewesens wichtig seien.
Der Dank von Meißner galt aber auch der Stadt Lichtenfels, die Gastgeber dieses vom BRK organisierten Ehrungsabends war, sowie seiner Stellvertreterin Rosemarie Göhring und ihrem Helferteam, die seit vielen Jahren ehrenamtlich bei den Blut spenderterminen zur Stelle ist und für die Organisation und die Verpflegung sorgt.
Der Bürgermeister, der BRK-Kreisvorsitzende und seine Stellvertreterin Rosemarie Göhring nahmen die Ehrungen vor. Alle Geehrten erhielten ein Ehrenzeichen, eine Urkunde und ein Geschenk.
Unter den Geehrten befand sich mit Bruno Weis ein Spender, der sage und schreibe bereits 150 Mal Blut spendete. Damit stellte der Oberlangheimer insgesamt 75 Liter Blut für seine hilfsbedürftigen Mitmenschen zur Verfügung, die auf eine Blutspende angewiesen sind. Schon im Alter von etwa 20 Jahren sei er über einen Arbeitskollegen zum Blutspenden gekommen und habe dann regelmäßig drei oder vier Mal im Jahr Blut gespendet.

Dorothea Kerner 125-mal dabei

Die Frau mit den meisten Blutspenden, nämlich 125, war Dorothea Kerner aus Reundorf. Ihre kranke Mutter ließ bereits vor 39 Jahren in ihr den Entschluss reifen, über das Blutspenden kranken Menschen helfen zu wollen. Regelmäßig geht sie mit ihrem Mann Siegfried, der sich schon über 150-mal Blut abzapfen ließ, nach wie vor zum Blutspenden. at