Der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten bietet ab sofort die Möglichkeit, Brennholz im Staatswald als Selbstwerber aufzuarbeiten - aber nur, wenn diejenigen im Besitz eines Motorsägenscheines sind. Und das Ganze geht jetzt auch online über das Internet.


Polterholz und Kronenholz

Interessenten werden zwei Alternativen angeboten: Zum einen sogenanntes "Polterholz". Dabei handelt es sich um bereits bearbeitete Stämme in der Länge von vier und sechs Meter, die schon an die Forststraße vorgeliefert wurden. An der Forststraße kann das Holz anschließend vom Selbstwerber bequem mit der Motorsäge klein geschnitten und abtransportiert werden.
Die zweite Möglichkeit ist die selbstständige Aufarbeitung von sogenanntem "Kronenholz" im Waldbestand, welches nach dem Stammholzeinschlag liegengeblieben ist.
Die Brennholzpreise liegen auf Vorjahresniveau. Je nach Baumart beginnt es beim Kronenholz, auch Flächenlos genannt bei 15 Euro bis 28 Euro je Festmeter Laubholz. An die Forststraße vorgeliefertes bearbeitetes Polterholz kostet brutto 56 Euro pro Festmeter bei Buche und 51 Euro pro Festmeter bei Eiche.


Voraussetzung Motorsägenkurs

Grundvoraussetzung für das Brennholzmachen im Staatswald ist allerdings, dass ein Selbstwerber erfolgreich an einen Motorsägenkurs teilgenommen hat. "Die Waldarbeit - und die Brennholz-Aufarbeitung gehört dazu - ist eine der gefahrenträchtigsten Tätigkeiten. Ohne Kenntnisse im sicheren Um-gang mit der Motorsäge und mit den Unfallverhütungsvorschriften geht es einfach nicht", erklärt Betriebsleiter Adolf Herr.
Der Forstbetrieb Hammelburg bietet Selbstwerbern jetzt erstmals die Möglichkeit ihre Wünsche auch online auf der Seite www.baysf.de oder www.brennholzportal-bayern.de zu äußern. red