von unserem Mitarbeiter  Johannes Michel

Breitengüßbach — Hinter dem sperrigen Begriff "Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept" (ISEK) steckt mehr, als er zunächst vermuten lässt. Denn das ISEK ermöglicht den Bürgern, sich einzubringen und die Weiterentwicklung ihres Wohnorts mitzugestalten. In Breitengüßbach steht morgen ab 18.30 Uhr in der Gemeindeturnhalle, Zentrum 1, einer der wichtigsten Teile des ISEK an - die Bürgerwerkstatt.


Schwerpunkte

Welchen Weg geht die Gemeinde Breitengüßbach? Im Austausch mit den Bürgern soll in der Bürgerwerkstatt, im Plenum, aber auch in Workshops das ISEK vorangebracht werden. Schwerpunkte sind insbesondere die Stärkung des Ortskerns, Verkehr und Mobilität, soziale Infrastruktur sowie Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz. Ein Kernthema ist dabei die Bürgerbeteiligung. Bereits beim Städtebaulichen Entwicklungskonzept in der Nachbargemeinde Zapfendorf wurde klar, wie wichtig es ist, dass möglichst viele mitmachen - aus allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten.
Der Startschuss für das ISEK erfolgte in der Gemeinderatssitzung vom 2. Dezember 2014. Vier Planungsbüros stellten hier ihre Ansätze für ein ISEK vor - den Zuschlag bekam DIS Dürsch aus München.
Zwei ISEK-Veranstaltungen gab es schon in Breitengüßbach: Unter dem Motto "Dein Ort, Deine Zukunft" veranstalteten das Jugendforum, die Gemeinde und die Innovative Sozialarbeit (ISO e.V.) Ende August einen Aktionstag. Bei "Güßbach Aktiv" wurden vor zwei Wochen bereits Ideen und Schlagworte gesammelt, die auch bei der Bürgerwerkstatt Thema sein werden. Mit dabei waren praktische Ansätze wie ein Bürgerstammtisch oder Sitzgelegenheiten im Muna-Gebiet. Gedanken machten sich die Besucher vor allem um die Ortsmitte: Mehr Grün sei wichtig, außerdem die Verkehrsberuhigung und ein gastronomisches Konzept.