von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Heßdorf — In den vergangenen Monaten hat sich beim Breitbandausbau in der Gemeinde Heßdorf und ihren Ortsteile einiges getan. Die Fortschritte sind zwar nicht sichtbar, aber der Bericht des technischen Leiters, Andreas Hannweg, zum Sachstand des Breitbandausbaus lässt die Gemeinderäte auf eine baldige Realisierung hoffen.
Nachdem von der Gemeinde und dem beauftragten Planungsbüro Corwese alle Voraussetzungen erfüllt wurden, gab es bereits eine Ausschreibung, verkündete Hannweg in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.

Zwei Angebote liegen vor

Ihr Interesse bekundete die Deutsche Telekom ebenso wie das Bayerische Unternehmen M-net mit einem Angebot. Die beiden Angebote liegen derzeit bei der Firma Corwese zur Prüfung und Auswertung, insbesondere wegen der erwarteten Deckungslücke. Bereits in der nächsten Sitzung des Gemeinderates soll das Vergabegutachten vorgestellt und diskutiert werden.

Baubeginn noch 2014 möglich

Bürgermeister Horst Rehder (BB) hofft, dass die Gemeinde auch in den Genuss der neuen Förderkonditionen kommt. Denn Ziel des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat ist es, eine Vereinfachung des Förderverfahrens und eine Verbesserung der finanziellen Förderung zu erreichen. Eine überarbeitete Förderrichtlinie wurde Anfang Mai 2014 bei der Europäischen Kommission zur Genehmigung eingereicht.
Auf Fragen zur Realisierung gibt sich Hannweg vorsichtig optimistisch. "Wenn es nach unseren Vorstellungen läuft, dann könnte das Netz bereits zu Beginn des Jahres 2016 in Betrieb gehen", erklärte der technische Leiter.
Denn nach der Genehmigung durch die deutsche Netzagentur muss noch die Regierung ihre Zustimmung geben, erklärte Hannweg, und dann könnte bereits zum Ende des Jahres mit der Maßnahme begonnen werden. Denn wenn alle Genehmigungen vorliegen, will die Gemeinde Heßdorf einen vorzeitigen Baubeginn erwirken. Nach Abschluss des Kooperationsvertrages mit dem Betreiber und Auftragsvergabe hat die beauftragte Firma dann ein Jahr Zeit für die Umsetzung.
"Was ist, wenn das Geld des Staates nicht reicht?", wurde aus der Mitte des Gemeinderates gefragt. Nach Meinung von Bürgermeister Rehder dürfte es keine Probleme mehr geben, denn Heßdorf war frühzeitig dabei, hat alle Voraussetzungen erfüllt und hofft natürlich auch auf eine höhere Förderung.