von unserem Mitarbeiter Manuel Beck

Frohnlach/Weiden — "Wenn wir schnell da hinten raus wollen, dann brauchen wir auch mal Punkte, mit denen eigentlich keiner rechnet", ist VfL-Cheftrainer Stefan Braungardt weit davon entfernt, die Partie beim hohen Favoriten aus Weiden schon im Vorfeld abzuschreiben.
"Es gibt für uns keine leichten Spiele", konstatierte der erfahrene Übungsleiter daher sofort nach dem verlorenen Heimduell mit der Sportvereinigung aus Forchheim, dass sein Team immer an seine Leistungsgrenze wird gehen müssen, um in dieser Bayernligasaison etwas Zählbares erringen zu können.
"Wir dürfen dabei nur auf uns schauen", richtet Braungardt den Focus ebenfalls allein auf die eigene Stärke: "In dieser Phase bekommt man in der Regel keine Hilfe von der Konkurrenz, weshalb wir uns darauf auch gar nicht erst verlassen wollen".
In diesem Kontext ist dem 46-Jährigen jedoch aber trotzdem nicht verborgen geblieben, dass das Polster auf den ersten Relegationsplatz durch den letztwöchigen Sieg der Ansbacher auf magere drei Punkte zusammengeschmolzen ist.
Allerdings muss dabei zu Gunsten der "Blau-Weißen" angemerkt werden, dass Kapitän Sinan Bulat und Co. den direkten Vergleich mit den mittelfränkischen Bezirkshauptstädtern bereits für sich entschieden haben. Ein Nachholspiel haben die Braungardt-Schützlinge zudem bekanntlich ebenfalls noch in der Hinterhand, obgleich es sich in diesem Fall um die Begegnung mit dem Tabellenführer aus Aschaffenburg handelt, die alles andere als ein Selbstläufer werden dürfte.
"Es war immer eng", möchte sich der Frohnlacher Chefanweiser trotz dieser erneut sportlich keineswegs einfachen Situation nicht verrückt machen lassen: "Wenn es bis zum letzten Spieltag dauert, bis wir den Klassenerhalt in der Tasche haben, dann dauert es eben bis zum letzten Spieltag".
Einen zusätzlichen Schritt in diese Richtung könnten seine Mannen jedoch schon am heutigen Samstag machen, wenn es ihnen gelingt über 90 Minuten sowohl hinten, als auch vorne fehlerfrei zu agieren und die sich dann bietenden Chancen konsequenter zu nutzen.
Die Auswahl von Gastgebercoach Christian Stadler ist so nämlich mindestens vom selben Kaliber, was deren aktuelle Platzierung auf Rang drei des Klassements eindrucksvoll belegt.
"Die Mannschaft weiß, um was es geht", ist Braungardt genauso sicher, dass sein Team die richtigen Lehren aus der zurückliegenden Niederlage gezogen hat, wie der Coburger felsenfest davon überzeugt ist, dass der VfL das ausgegebene Saisonziel erreichen wird:
"Wir wissen aber um die Gefahr und auch wenn wir jetzt natürlich wieder mehr unter Druck stehen, werden wir sicherlich nicht alles über Bord werfen, sondern unserer Linie weiter treu bleiben".