Herzogenaurach — Die erste Phase ist abgeschlossen, jetzt geht es bei der integrierten Sportentwicklungsplanung (Isep) der Stadt Herzogenaurach in die zweite Runde. Beendet ist die kooperative Planungsphase, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Also die Befragungen der Bürger und Schulen sowie der mit dem Sport betrauten Stellen. Über mehrere Monate wurde über die Situation des Sports in Herzogenaurach beraten.

Hohe Aktivenquote

Interessant ist, wie aus der Mitteilung aus dem Rathaus hervorgeht, das Ergebnis der Befragung der Bevölkerung. Diese war vom Institut für Sportwissenschaft und Sport (ISS) der Universität Erlangen unter Leitung von Professor Alfred Rütten durchgeführt worden und bildet die Grundlage für die Diskussionen. Ein Ergebnis war dabei "die höchste Aktiven-Quote aller bisher vom ISS betreuten Sportentwicklungsplanungen: 77 Prozent der Herzogenauracher Bevölkerung sind demnach sportlich aktiv", berichtet Bürgermeister German Hacker (SPD).
Drei Workshops schlossen sich an. Zuletzt wurde abgestimmt, welche Maßnahmen getroffen werden könnten. Es wurden über 50 Ideen zusammengestellt. Diese reichten von "reinen Schwimmerstunden" in den Bädern bis hin zum Bau einer Mehrfachsporthalle.
Laut Professor Rütten sollte sich nun eine Steuerungsgruppe bilden, die bestimmte Aufgaben koordinieren und mit umsetzen kann. Das bedeute aber die Schaffung entsprechender personeller Ressourcen bei der Stadtverwaltung. Auch German Hacker sieht nun "eine langfristige Phase der Umsetzung, begleitet durch die politischen Gremien". Und: "Es zeichnet sich in der Tat ab, dass die weitere Beschäftigung mit den Ergebnissen der Isep zusätzliche Personalkapazitäten erfordern wird, sowohl ehrenamtlich als auch auf städtischer Seite, zum Beispiel wenn es um das Thema Sportstättenmanagement geht."
Das ISS wird jetzt in den nächsten zwei Monaten den Abschlussbericht zur Sportentwicklungsplanung erstellen, der dann voraussichtlich Ende September öffentlich vorgestellt wird, heißt es in der Mitteilung abschließend. bp