Über 90 Prozent aller Kartoffelsorten haben weibliche Namen. Das ist Steffen Sinzinger ein Dorn im Auge, deshalb hat der Küchenchef aus Berlin die Petition 66 662 für mehr männliche Kartoffelnamen ins Leben gerufen. Er möchte, dass auch in dieser Hinsicht mehr Gleichberechtigung herrscht.
Der selbstständige Gärtner und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Bamberg, Sebastian Niedermaier, hat uns seine Meinung zu dieser Petition und die mögliche Ursache dieser Ungleichheit genannt.

Warum gibt es mehr weibliche Kartoffelnamen?
Das kann ich nicht genau sagen, womöglich hat das einen historischen Hintergrund.

Wie wichtig ist der Name überhaupt?
Mit dem Namen wird die Kartoffel ja verkauft. Eventuell verkauft sich eine Kartoffel besser, wenn sie zum Beispiel Laura heißt und nicht Michael. Oder die Kunden können sich weibliche Namen leichter merken, um wieder die gleiche Sorte kaufen zu können. Jeder Kunde hat ja normalerweise seine Lieblingssorte.

Welche ist denn Ihre Lieblingskartoffel?
Natürlich das Bamberger Hörnla, allerdings esse ich im Alltag auch sehr gerne die rotschalige Laura, die man einfach für alles verwenden kann.
Was halten Sie von der Petition?
Wenn es für jemanden wichtig erscheint, sich diesem Thema anzunehmen, hat er ja allen Grund, so eine Petition zu starten. Ich persönlich finde, solange wir über das Geschlecht der Kartoffelnamen diskutieren, geht es uns doch noch ziemlich gut!

Die Fragen stellte Marina Weirich