Forchheim — Der Streit um das Salutschießen zum Forchheimer Annafest geht weiter. Die Schützen hatten von "Versäumnissen der Behörden", das Ordnungsamt der Stadt Forchheim von "Nichterfüllung von Sicherheitsauflagen" beim Annafestzug am 26. Juli gesprochen. Die am Annafestzug aufgetretenen Probleme mit der Aufstellung und dem Start des Annafestzuges, vor allem aber dem Böllern und Salutschießen der Schützenvereine waren nun Thema einer Annafest-Nachbesprechung der Beteiligten.
Dazu gaben am Samstag Johannes Kalusche und Peter Kaiser, die beiden Sprecher der Forchheimer Schützenvereine, eine Erklärung ab, in der es unter anderem heißt: "Die im Raum stehenden Versäumnisse der beteiligten Behörden konnten nicht ausgeräumt, ein Ergebnis nicht erzielt werden." Die Schützenvereine halten für sich fest, dass sie sich "von sich aus und rechtzeitig" mit den Behörden abgesprochen und sich "vollumfänglich" an die Vereinbarungen gehalten hätten.

Boykott der Schützen?

Weiter heißt es in der Erklärung: "Für die Zukunft sollen die Festlegungen noch ausführlicher und detaillierter erfolgen. Ob die Ergebnisse dieser Festlegungen für die Schützenvereine und ihre Ehrenamtlichen umsetzbar und die Pflege wesentlicher historischer Güter fortgeführt werden kann, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden."
Wie Peter Kaiser in einem Schreiben an Roland Brütting vom Ordnungsamt zudem mitteilte, versuche er, "intern die Wogen zu glätten". Die weitestgehende Forderung unter den Schützen sei ein Antrag, "dass die Schützenvereine nach dem Verhalten der Behörden am Annafestzug 2016 zum ersten Mal in der Geschichte nicht mehr teilnehmen werden." red