von unserem Mitarbeiter herbert fischer

Mitwitz — Im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderats Mitwitz, die von Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) geleitet wurde, stand die Verabschiedung des Haushaltsplans 2014. Das umfangreiche Zahlenwerk stellte Kämmerer Clemens Wicklein in einer komprimierten Form vor. Zuvor hatte schon der Finanzausschuss in zwei Sitzungen den Haushalt vorberaten.
Den Haushalt verabschiedete der Marktgemeinderat jetzt ohne große Diskussion und ohne Gegenstimme. Der Verwaltungshaushalt umfasst 2014 ein Volumen von 4,56 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 288 300 Euro oder 6,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vermögenshaushalt legt zu

Der Vermögenshaushalt liegt seinerseits um 117 000 Euro oder 10,4 Prozent höher als im Vorjahr. Insgesamt sind dort 1,24 Millionen Euro veranschlagt.
Das Gesamtvolumen beläuft sich damit auf 5,8 Millionen Euro. Das sind 405 300 Euro oder 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einkommensteuerbeteiligung beläuft sich auf 1,02 Millionen Euro.
Um 19,5 Prozent gestiegen sind die Schlüsselzuweisungen. Sie liegen jetzt bei knapp 823 000 Euro.
Wie bereits im Vorjahr prognostiziert worden war, ist die Kreisumlage in diesem Jahr auf 872 850 Euro gesunken. Das sind 121 550 Euro weniger als 2013.

80-prozentige Förderung

Geprägt ist der Vermögenshaushalt maßgeblich von den Maßnahmen rund um das Pilotprojekt " Ort schafft Mitte" , für das 467 000 Euro im Haushalt ausgewiesen sind.
Aufgrund einer bis zu 80-prozentigen Förderung können die Mitwitzer wohl einige wichtige Angelegenheiten in Angriff nehmen. Dazu gehört die Entwicklung des Ortskerns im Bereich des Anwesens in der Kronacher Straße 3.
Aber auch die Entwicklung der Anwesen des ehemaligen Fischer-Betriebes in der Coburger Straße können angepackt werden. Erfreut informierte Wicklein die Räte auch darüber, dass heuer für den Haushaltsausgleich keine Kreditaufnahme erforderlich ist.
Unverändert bleiben auch die gemeindlichen Hebesätze. Weitere wichtige Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Entwässerungsgebühren mit 515 000 Euro, die Gewerbesteuer mit 350 000 Euro und die Grundsteuer A und B mit 310 400 Euro.

400 500 Euro für das Personal

Dem stehen als wichtigste Ausgaben im Verwaltungshaushalt die Kreisumlage mit 872 850 Euro, die Zuweisungen an Schul- und Abwasserverbände mit 596 700 Euro sowie die Zuführung zum Vermögenshaushalt mit 526 000 Euro gegenüber. Die Personalausgaben liegen bei 400 500 Euro. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft liegt bei 397 300 Euro. Auf der Einnahmeseite des Vermögenshaushaltes sind unter anderem auch 455 100 Euro an Investitionszuweisungen vom Land enthalten. Weitere 158 700 Euro werden aus den Rücklagen entnommen.
Bei den Schulden stehen die Zeichen derweil auf Entspannung. Wicklein rechnet damit, dass die Schulden sich zum Jahresende auf 3,5 Millionen Euro belaufen werden. Ende des vergangenen Jahres lagen sie noch bei 3,9 Millionen Euro. Den Vermögenshaushalt kennzeichnet trotz des Modellprojekts "Ort schafft Mitte" auch in diesem Jahr ein relativ niedriges Investitionsvolumen.
Daran ändert auch nichts, dass die Baumaßnahmen im Bereich Kronacher Straße 3 begonnen haben und demnächst mit einem Abschluss der "Betriebsumsiedlung Wicklein/Wachter" zu rechnen ist. Derzeit scheint eine Kreditfinanzierung in diesem Zusammenhang nicht notwendig zu sein.

Infrastrukturelle Werte

Wicklein plädierte dafür, sich nach dem Abschluss von "Ort schafft Mitte" wieder den gemeindlichen Pflichtaufgaben zuzuwenden und hier mit Augenmaß zu handeln.
Es sollte ein Konsolidierungskurs eingeschlagen werden mit dem Ziel, die Pro-Kopf-Verschuldung zumindest auf das Durchschnittsniveau zu senken. Das Projekt "Ort schafft Mitte" schafft laut Wicklein sicherlich infrastrukturelle Werte, die auch den Wert von Immobilien steigen ließen. Wicklein hofft auf diese Weise auch, dass dieser Umstand der Abwanderung entgegenwirkt.
Gleichwohl mahnte Wicklein, bei alledem auch an die finanzielle Belastung für die Bürger zu denken. Alle im Marktgemeinderat vertretenen Fraktionen dankten uneingeschränkt dem Kämmerer für seine Arbeit und die Präsentation des Haushaltsplans.