Kreis Haßberge — 384 350 Euro hat der Solidaritätsfonds Arbeitslose im Bistum Würzburg bei seiner jüngsten Sitzung vergeben. 115 Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze werden damit zum Teil bis 2018 unterstützt, teilt der Pressedienst des Ordinariats Würzburg mit. Zum Bistum Würzburg gehören die Pfarreiengemeinschaften im Landkreis Haßberge.
Besonders genehmigten die Mitglieder des Ausschusses unter Vorsitz des Bischöflichen Finanzdirektors Albrecht Siedler Fördermittel für Arbeitsplätze von Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden.
So begann im September für acht junge Frauen das einjährige Ausbildungspraktikum in Tagesstätten der Caritas-Schulen gGmbH. Der Solidaritätsfonds gibt hierfür 20 000 Euro. Die Caritas-Schulen gGmbH ist beispielsweise außerdem Trägerin der Fachakademie für Erziehung in Haßfurt.
7900 Euro erhält der Caritasverband für den Landkreis Haßberge für die Stelle einer Bürokraft in Teilzeit in der Verwaltung der Pflegeeinrichtung Sankt Bruno in Haßfurt, teilt der Pressedienst weiter mit. Die Kolping-Mainfranken GmbH erhält Geld für ihre Werkstatt in Haßfurt. Hier wird mit 25 000 Euro die Einrichtung für arbeitslose Menschen unterstützt. Vier Betreuer kümmern sich in Haßfurt um bis zu 35 arbeitslose Menschen. Nebenbei ist ein Garten gegenüber dem TV-Gelände am Eichelsee entstanden.
Im brasilianischen Partnerbistum Óbidos wird das Projekt "Aus- und Fortbildung von Katecheten/-innen und Aufbau der katechetischen Bildungsarbeit im Bistum Óbidos" mit 5400 Euro unterstützt.
Mit den Maßnahmen hat der Solidaritätsfonds seit seiner Gründung durch Bischof Paul-Werner Scheele 1984 insgesamt 12,1 Millionen Euro vor allem für Ausbildungsstellen und Arbeitsplätze für Arbeitslose in Unterfranken gegeben. 3972 Frauen und Männern wurde geholfen. Von 1984 bis 2015 unterstützte die Diözese den Fonds mit gut 9,6 Millionen Euro aus Mitteln der Kirchensteuer. Spenden und Zinsen erbrachten rund 2,4 Millionen Euro. pow