Bamberg — Eine Sonderausstellung erinnert an den Bamberger Künstler Fritz Hoffmann-Bug, der das Kulturleben Bambergs bis in die 1980er-Jahre hinein entscheidend mitgeprägt hat. Er war Gründungsmitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler Oberfranken (BBK) und stand diesem von 1956 bis1987 als Erster Vorsitzender vor. Als Juror engagierte er sich bei Ausstellungen und Wettbewerben, etwa zur Kunst am Bau bei der Errichtung des neuen Bamberger Klinikums am Bruderwald.


Freischaffender Künstler

Am Niederrhein geboren, kam Hoffmann 1937 zum Wehrdienst nach Bamberg und wurde von seinen Vorgesetzten als Maler von Porträts und historischen Wandmalereien entdeckt; er lernte in der Domstadt seine spätere Frau kennen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte er nach Bamberg zurück und war als freischaffender Künstler mit beliebten Motiven aus der Fränkischen Schweiz aktiv. Reisen an den Rhein und nach Südfrankreich erweiterten seinen künstlerischen Horizont.
Sein Werk umfasst Hunderte von Skizzen, Aquarellen, Zeichnungen, Collagen und Gemälden. Durch die Auseinandersetzung mit dem französischen Impressionismus fand der Autodidakt seinen Stil und seine Handschrift.
Mit Szenen und Landschaften, mit Maskeraden und bacchantischen Festen schuf Hoffmann eine Bilderwelt voller Geschichten. Neben seinen Verdiensten um die Kunst, für die er unter anderem das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, gründete er den Campingplatz bei Bug, den er mit zahlreichen Werken von sich selbst und befreundeten Künstlern gestaltete. Legendär sind die Künstlerfeste in der dortigen Hoffmannsklause.
Die Ausstellung wird am 27. September im Historischen Museum Bamberg um 11 Uhr eröffnet. red