von unserem Redaktionsmitglied Rainer Lutz

Weißenbrunn vorm Wald — Das Motorradfahren ist ein gefährliches Hobby. Jedes Jahr zum Saisonstart organisiert die Gruppe Kirche und Krad (KuK) einen Motorradgottesdienst (MoGo) für die Biker der Region aus. Er findet seit ein paar Jahren immer im Garten der Weißenbrunner Kirche statt.
Die beiden evangelischen Pfarrer Stefan Lipfert und Arnold Kroll und der katholische Diakon Stefan Alkofer erbitten Gottes Segen für die kommende Saison. Die Biker denken dabei aber auch an Eltern, die ein Kind verloren haben. Nicht wenige in der Selbsthilfegruppe der verwaisten Eltern in Coburg haben ihr Kind durch einen Motorradunfall verloren. Die Gruppe, die betroffenen Eltern und Geschwistern Halt und Trost spenden will, finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Mit diesen wurde im Jahr 2000 mit der Pflanzung eines "Regenbogenwaldes" begonnen.
Immer wieder spenden die Biker bei den KuK-Mogos für die verwaisten Eltern. Die Kollekten aus den zurückliegenden drei Gottesdiensten ergaben 1000 Euro, die Arnold Kroll und Stefan Lipfert jetzt den verwaisten Eltern überreichten. Das Geld soll vor allem für die nächste Pflanzaktion im Regenbogenwald nahe dem Coburger Bismarckturm verwendet werden, wie Helga Knirsch und Wera Will von der Selbsthilfegruppe erklärten.
Die Arbeitsgemeinschaft KuK richtet jedes Jahr mehrere Tagesausfahrten, eine Tour zum größten Motorradgottesdienst Europas in Hamburg und eine viertägige Sommertour aus. Mit der letzten Tour im Herbst verbindet sich ebenfalls jedes Jahr ein Gottesdienst, bei dem auch derer gedacht wird, die in dem Jahr verunglückten.