18 Monate dauerten die Vorbereitungen durch den Musikverein Uetzing-Serkendorf. Doch diese Mühen haben sich gelohnt, wie der Gastauftritt der Big Band der Bundeswehr in der Adam- Riese-Halle zeigte. Es war ein besonderes Ereignis, das unter dem Motto "Swing, Rock und Pop" stand.
Die zahlreichen Besucher werden noch lange vom Auftritt der 21 Musiker unter der Leitung ihres Dirigenten Oberstleutnant Timor Oliver Chadik und ihrer Sängerin Bwalya erzählen. Der vom Musikverein organisierte Auftritt war in jeder Hinsicht hochkarätig. Bandleader Chadik hatte zudem ein vielfältiges Programm vorbereitet, bei dem die nacheinander gespielten Stücke eine Einheit bildeten. Sicherlich ist ein E-Bass- Solo nicht jedermanns Geschmack, aber es fügte sich bestens ein in die vielfach vorhandene Virtuosität der Band.
Innerhalb dieser Blöcke folgten die Lieder Schlag auf Schlag. Dem Publikum blieb kaum Zeit, seine Begeisterung mit Applaus auszudrücken.
Nahezu jeder Musiker begeisterte durch ein völlig unprätentiös präsentiertes Solo. Der jeweilige Solist löste sich aus der Gruppe, kam nach vorne, rückte sich eines der beiden Mikrofone zurecht und legte los. Sicher, leidenschaftlich, ohne Tamtam und Klimbim und dennoch mit Herzblut. Das war an den Gesichtern abzulesen, die dank Kamera und Leinwand auch in den hinteren Reihen am Ende der Halle sichtbar waren.
Die Bildtechnik war auch bei den Auftritten von Bwalya nützlich. So wurde für jeden sichtbar, dass die Sängerin ganz ohne Anstrengung Klang und Stimme aus sich herausholte. Die in Sambia geborene Sängerin steckte voller Empathie, betont gefühlvoll, weich, mit Inbrunst oder kompromisslos kraftvoll.
Oberstleutnant Chadik führte durchs Programm. So gab es zum Auftakt "Birth of a Band", das Premierenalbum von Quincy Jones. Eine Nummer, mit der er damals für Aufsehen gesorgt hatte und der Band das Maximum abforderte. James-Last- Melodien gab es im zweiten Teil zu hören. Ein Raunen ging durch die Halle, als die Zugabe "Purple Rain" von Prince angekündigt wurde.