Bewährte Kräfte und neue Gesichter präsentiert der Vorstand des CSU-Ortsverbandes Knetzgau nach den Neuwahlen. Vorsitzender Mark Zehe wurde im Amt bestätigt. Als gleichberechtigte Stellvertreter stehen ihm Michael Melber und Jürgen Schnös zur Seite. Schatzmeister bleibt Heribert Finger, Schriftführer Stefan Seubert. Beisitzer sind Alexander Ambros, Rainer Feldmann, Klaus Glück, die FU-Vorsitzende Silke Greubel-Stevanovic, Barbara Hein, Josef Kuhbandner sowie Otmar Männling.
Gast bei der Jahresversammlung war Landrat Wilhelm Schneider, der nach drei Jahren im Amt "Halbzeitbilanz" zog. Zur aktuellen Finanzlage des Kreises meinte er, die Kommunen müssten angesichts einer Kreisumlage von 47 Prozent das Recht haben, dass der Landkreis vernünftig wirtschaftet.


Große Aufgaben

Die großen Aufgaben auf Kreisebene geböten einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Geld. Millionen kosten der Neubau des Eberner Gymnasiums und die Sanierung der Berufsschule in Haßfurt. Trotz guter Förderquoten stellten diese Projekte große Herausforderungen dar. Die Entscheidung bei den Haßberg-Kliniken (Schließung des Hauses Hofheim und der Haßfurter Geburtenstation) sei den finanziellen Zwängen geschuldet. "Niemand tut sich mit so einer Entscheidung leicht", stellte er klar, doch ohne diese schmerzhaften Einschnitte würden sich die Schulden in den kommenden fünf Jahren auf dann gut 40 Millionen Euro verdoppeln; dies könne niemand verantworten.
Die Knetzgauer CSU-Mitglieder hinterfragten besonders die Schließung der Geburtshilfe in Haßfurt zum 31. Dezember 2018. Das Bedauern war groß; bei allem Verständnis bedeute deren Wegfall einen schwerwiegenden Verlust für den Landkreis, hieß es. Landrat Schneider zeigte Verständnis, konnte aber keine Hoffnung machen, solange sich die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser im ländlichen Raum nicht ändern.
In seinem Rechenschaftsbericht gab Mark Zehe einen Überblick. Mit der Inbetriebnahme einer gemeinsamen Internet-Seite aller Knetzgauer Ortsverbände sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit geglückt. Auch die Herbstklausur und eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der CSU Oberschwappach zu "Flüchtlingskrise und Zuwanderung" seien Ausdruck dieser Kooperation. Eine Herausforderung sieht er in der Gewinnung von Neumitgliedern sowie den Vorbereitungen für die Kommunalwahlen 2020.


Fokus auf den Wahlen

Mark Zehe sagte, für den Vorstand gebe es jetzt einiges zu tun. Neben den traditionellen Veranstaltungen wie dem Sommerfest (29./30. Juli) gilt es auch, die Bundestagswahl auf Ortsebene vorzubereiten. Ferner soll - auch im Hinblick auf die Wahlen 2020 - der Fokus verstärkt auf kommunalpolitische Themen gerichtet werden. red