Coburg — Der Rechtsstreit war schon auf dem Weg in die nächste Instanz. Beim Landgericht Meiningen hatten nämlich die Betriebsratsgremien der Regiomed Kliniken GmbH Recht bekommen. Sie hatten geklagt, weil ihrer Auffassung nach der Aufsichtsrat der Regiomed Kliniken GmbH gleichermaßen mit Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern besetzt sein müsste. Regiomed war daraufhin in die nächste Instanz gegangen. Um einen langwierigen Rechtsstreit abzuwenden, einigten sich beide Parteien auf einen Kompromiss für vier Jahre. Demnach werden die Betriebsräte in Coburg, Lichtenfels, Sonneberg und Hildburghausen sechs Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden. Ihnen gegenüber sitzen weiterhin acht Vertreter aus den beteiligten Landkreisen, wobei die Landräte sogenannte geborene Mitglieder sind.
Die Gesellschafterversammlung von Regiomed hatte der Regelung schon zugestimmt, der Coburger Stadtrat konnte das nur noch nachträglich billigen. Trotzdem wurde es noch mal laut im Stadtrat: Vor allem die CSB-Stadträte wollten Martin Lücke (SPD) nicht reden lassen, da er als Konzernbetriebsratsvorsitzender Betroffener sei. Aber er hat keinen Vorteil aus der Regelung - deshalb durfte er sprechen. Ziel der Betriebsräte sei es, in vier Jahren acht Aufsichtsräte zu stellen, sagte Lücke. sb