Die Errichtung eines Informations-, Demonstrations- und Beratungscenters für Erneuerbare Energien für den Landkreis Kulmbach, wie es von der SPD-Kreistagsfraktion bereits 2009 analog dem Holz-Zentrum in Olsberg/Sauerland gefordert wurde, war ein Thema im jüngsten Umweltausschuss. Über eine Stunde diskutierte man hin und her, wägte Vor- und Nachteile ab, und am Ende schloss man sich dem Vorschlag von Landrat Klaus Peter Söllner (FW) an, alle Möglichkeiten auch in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Oberfranken auszuloten. Vor allem auch die Möglichkeit einer finanziellen Förderung, denn die Errichtung eines neuen zentralen Informations-, Demonstrations- und Beratungscenters mit überregionaler Bedeutung wäre nur mit einem erheblichen, schwer leistbaren finanziellen Engagement des Landkreises realisierbar.
Aus Sicht des Klimaschutzmanagements sollte zunächst der Vorschlag des Klimarats aufgegriffen werden, das Berufliche Schulzentrum als Aus- und Fortbildungszentrum zu erweitern und für die Öffentlichkeit zu nutzen. Landrat Klaus Peter Söllner dazu: "Wir werden in einem ersten Schritt eruieren, ob man so eine Einrichtung mit dem Beruflichen Schulzentrum überhaupt verknüpfen kann. Wenn, dann muss es mit dem Schulbetrieb kompatibel sein." Es sollen aber auch externe Möglichkeiten geprüft werden.
Klimamanagerin Ingrid Flieger verwies auf den Antrag der SPD-Kreistagsfraktion von 2009: "Behandelt wurde der Antrag bis dato in zwei Sitzungen des Umweltausschusses, zudem wurde dieses gewünschte Informationszentrum als "Kompetenzzentrum Energie" in das Entwicklungskonzept 2020 des Landkreises Kulmbach mit aufgenommen."
Der Landrat verwies darauf, dass gemeinsam mit der Energieagentur Oberfranken und dem Klimaschutzmanagement des Landkreises Kulmbach sehr viel auf den Weg gebracht wurde. Die Einrichtung wertete Söllner als eine durchaus sinnvolle Geschichte, die aber nicht allein vom Landkreis finanziert werden könne. Söllner gab dabei auch einen Antrag von Hans Schwender bekannt, der die Idee Hermann Anselstetters (SPD) richtig fand, allerdings müsse die Entwicklung in den letzten Jahren im Landkreis Kulmbach berücksichtigt werden. Schwender bat, im Haushalt 2017 den möglichen Ausbau des Beruflichen Schulzentrums zum Demonstrations- und Beratungszentrum zu fördern.
Brigitte Soziaghi (CSU) stellte fest, dass man es sich mit den vorhandenen Einrichtungen und Firmen im Landkreis nicht verscherzen solle. Auch würden sich die Kosten für das Zentrum auf 1,6 bis zwei Millionen Euro belaufen: "Ich bin nicht dafür, sondern wir sollten im bisherigen Netzwerk weiterarbeiten."