von unserem Mitarbeiter Manuel Beck

Frohnlach — "Vor heimischer Kulisse wollen wir natürlich schon mindestens einen Zähler einfahren". Eine Niederlage im prestigeträchtigen Oberfrankenderby ist für VfL-Cheftrainer Stefan Braungardt absolut keine Alternative. Im Hinblick auf den aktuellen Tabellenstand käme den "Blau-Weißen" ein Erfolg auf eigenem Geläuf sehr gelegen.
Inzwischen wieder auf Relegationsrang 15 abgerutscht, beträgt der Rückstand auf die sicheren Nichtabstiegsplätze bereits drei Zähler. "Auch die Hofer zeigten in dieser Saison jedoch schon zwei grundverschiedene Gesichter", erinnert sich Braungardt zum Beispiel an einen 2:1-Heimsieg über den ambitionierten Regionalliga-Absteiger aus Bamberg oder an eine herbe 1:5-Pleite, die die "Gelb-Schwarzen" in Erlenbach hinnehmen mussten.
In Mittelfranken, bei den Quecken aus Eltersdorf, wo der VfL vor Wochenfrist 1:2 verlor, holten sich die Janovsky-Schützlinge dagegen in ihrem letzten Auswärtsauftritt ein torloses Remis. Obgleich die Defensive um den tschechischen Routinier Frantisek Kura im Vorjahr noch das unumstrittene Prunkstück der Saalestädter darstellte, beeindruckt in dieser Runde eher die enorme Angriffspower der Bayern. Martin Holek (6) und Tomas Sturm (4) zeichneten so alleine für mehr als die Hälfte der bislang 18 erzielten Treffer verantwortlich.
Das Duo stammt, ähnlich wie der Coach sowie der angesprochene Abwehrchef der SpVgg, im Übrigen gleichermaßen aus dem östlichen Nachbarland. Auf Alexander Eckert und seine Nebenleute wird also voraussichtlich erneut Schwerstarbeit zu kommen.
"Trotz des im Endeffekt knapp verlorenen Vergleichs haben wir jüngst beim Sportclub gut mitgehalten", war Braungardt mit dem, was ihm nach seiner Rückkehr aus den Bergen - der Trainer war beim Wandern - berichtet wurde, in Summe gar nicht so unzufrieden. Insbesondere das 65-minütige Comeback von Goalgetter Tevin McCullough machte dabei Mut, dass die bereits seit Anfang dieser Spielzeit mangelhafte Chancenverwertung bald der Vergangenheit angehören könnte.
"Dieses Problem zieht sich allerdings mittlerweile wie ein roter Faden durch unsere Serie", weiß Braungardt genau, wo der Schuh bei seinem Team ganz besonders drückt. In diesem Kontext könnte jedoch eine Erinnerung an das vorhergehende Aufeinandertreffen mit dem ewigen Bezirksrivalen helfen, in dem sich die Frohnlacher mit einem souveränen 4:0-Triumph im Willi-Schillig-Stadion den endgültigen Klassenerhalt sicherten. Während der damalige Doppel-Torschütze Firat Güngör im Sommer den Verein aus beruflichen Gründen verließ, ist der an jenem Samstagnachmittag im Mai 2015 ebenfalls zweifach erfolgreiche Christos Makrigiannis weiter an Bord. Der Grieche müsste also in jedem Fall wissen, wie man die Hofer knackt, was der 23-Jährige schnellstmöglich seinen Mitspielern einimpfen sollte, damit eben der anvisierte Anschluss ans Tabellenmittelfeld zeitnah wiederhergestellt werden kann.